Tipps zur Nebelkappe!

Veröffentlicht auf von anais

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Nebelkappe oder Graukappe (Clitocybe nebularis).

Fotos: J. Hantke.

Vor einigen Tagen bin ich wieder mit dem Fahrrad in den Buchenwald gefahren. Ich wollte speziell die Nebelkappe finden, um sie als Mittagessen zuzubereiten. Nebelkappen sind nicht selten, und man muss nicht lange nach ihnen suchen. Dieser Pilz wächst oft in Gruppen im Fallaub im Spätherbst. Er gehört zu der zahlreichen Gattung der Trichterlinge. Unter günstigen Standortbedingungen kann er ziemlich groß werden, wie auf dem Foto zu sehen ist. Gesammelt werden sollten allerdings nur junge Exemplare und nicht mehr nach Frosteintritt. Sein Geruch ist nicht gerade angenehm, etwas aufdringlich. Das ist u. a. auch der Grund, weshalb man bei der Zubereitung einiges beachten sollte. In dem früheren Artikel habe ich ihn als Mischpilz in Sahnesoße gegessen, und dabei ist mir seine Besonderheit nicht aufgefallen Die Nebelkappe ist okay!    

Hier nun die Nebelkappe pur gebraten:

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Zubereitung

Nach dem sorgfältigem Putzen und Waschen sollten die Pilze mit kochendem Wasser abgebrüht werden. So steht es jedenfalls in einem guten alten Pilzbuch aus der DDR-Zeit. Ich habe sie in einem Topf mit Wasser kochen lassen, und da stieg mir der eigentümliche, unangenehme, starke Geruch in die Nase. Also war ich erst einmal etwas skeptisch, ließ mich aber nicht davon abschrecken, das Gericht mit etwas Rapsöl, viel geschnittenem Zwiebellauch und einer Zehe Knoblauch in der Pfanne etwas länger als üblich durchzubraten. Das Kochwasser habe ich weggeschüttet. Zum Schluss habe ich ein rohes Ei darunter geschlagen.

Als ich das Essen fertig hatte, war ich gespannt. Zu meiner Freude war der lästige Geruch als Geschmack nicht mehr zu spüren. Das Pilzgericht war lecker. Aber - leider hatte ich den Geruch immer noch in der Nase. Wer experimentierfreudig ist, sollte es einmal ausprobieren.  

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Veröffentlicht in Küchenrezepte

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Katharina vom Tanneneck 10/19/2010 10:42



Hallo Joachim,


sieht ja lecker aus. Ich glaube aber nicht, dass ich es nach dem unangenehmen Geruch noch essen könnte. Dir ging es ähnlich, Du hattest den Geruch noch in der Nase. Lach!


Liebe Grüße, Katharina



anais 10/20/2010 11:46



Hallo Katharina! die Nebelkappe sollte eher als Mischpilz verwendet werden. Obwohl - das Gericht hat wirklich gut geschmeckt. aber ein Anderer hätte die Pilze vorher kochen sollen, nicht ich.
Lach!


Liebe Grüße


Joachim