Monday, 15. march 2010
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16:29
Die Landratsstichwahl am Sonntag in der Uckermark brachte wieder nicht das erhoffte Ergebnis. Die Kandidaten
Klemens Schmitz und Roland Resch lieferten sich ein zweites Mal ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit 50,8 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen setzte sich zwar der bisherige Landrat Klemens Schmitz
gegen Roland Resch durch, ihm fehlten aber am Ende 400 Stimmen, um die vorgeschriebenen 15 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten zu erhalten. Somit bleibt der Landkreis bis zur
Entscheidung im Kreistag ohne Führungsoberhaupt. Beide Kandidaten werden sich bei der Kreistagsabstimmung in Prenzlau erneut zur Wahl stellen.
Enttäuschend und wohl Hauptursache für das Scheitern der Direktwahl des Landrates durch die Bürger war die geringe Wahlbeteiligung in den größeren Städten. Die Industriestadt Schwedt/Oder war mit
13,2 Prozent miserabler Spitzenreiter. Ihr folgten Angermünde mit 22,1 und die Kreisstadt Prenzlau mit 26,7 Prozent. Besser sah es bei uns in der Westuckermark aus. Templin wies eine Beteiligung
von 40,4 Prozent aus. Die Templiner hatten allerdings zugleich auch ihren Bürgermeister zu wählen.
Der Lychener Roland Resch erhielt in unserer Stadt und Umgebung stolze 76 Prozent. In Templin fielen zwei Drittel der abgegebenen Stimmen auf ihn.
Unverständlich bleibt das Wahlverhalten der Bürger in den oben genannten Städten. Wahrscheinlich hatten sie eher die in der ersten Wahl aufgestellten Parteinekandidaten favorisiert und hoffen nun,
dass z. B. der bisher gescheiterte SPD-Kandidat durch den Kreistag zum Landrat gewählt wird. Da bin ich gespannt!
Bin befremdet. Trotzdem liebe Grüße von Margot
Liebe Grüße
Joachim
Herzl. Urs
Liebe Grüße
Joachim
Viele Bürger inklusive meiner Person wollten keinen dieser Kandidaten. Daß man keinen Parteivorschlag wollte, zeigte die Wahl mit dem Erfolg der parteilosen Kandidaten eindeutig. Bei der Stichwahl allerdings zeigte sich auch, daß man keinen Herrn Schmitz (ohne Charisma und Führungsqualität – bekannt aus seiner bisherigen Arbeit) und keinen Herrn Resch (der sich eher dem “grünen Flügel” zurechnet und somit nicht der Abkehr vom überdimensionierten Windkraftfeldern widmen kann) haben möchte. Für die Stadt Schwedt, die bisher stiefmütterlich vom Landkreis behandelt wurde ist es durchaus nachzuempfinden, daß man unter diesen gegebenen Umständen auch nicht für das kleinere Übel abstimmt. Man hatte nur die Wahl zu wählen, oder nicht zu wählen. Und ich persönlich wähle keinen Kandidaten, von dem ich nicht überzeugt bin oder der nicht sinnlose Projekte eines anderen Kandidaten verhindern wird.
Den Nichtwählern jetzt eine Vorwurf zu machen halte ich für falsch. Alle Kandidaten sollten sich die Frage gefallen lassen, warum sie nur in ihrem engeren Umfeld punkten konnten? Es ist nicht verwunderlich, warum Kandidaten aus der Westuckermark in der Ostuckermark nicht ankommen. Wäre die Kandidatenaufstellung umgekehrt, wäre in der Templiner Region das gleiche passiert, wie in Schwedt. Die bisherigen Landräte (beide aus der Westuckermark) haben in dem Verhältnis zur Stadt Schwedt sprichwörtlich "nur Porzellan zerschlagen". Da brauch man sich wegen des Echos nicht zu wundern.
Bei den Kandidaten dieser Wahl war keiner für mich dabei! Was soll ich tun ? Die nicht vorhandene Qualität der bisherigen Landräte Benthin und Schmitz ließen auch bei den nun zur Auswahl stehenden nichts Gutes erahnen. Das muß man nicht verstehen, aber so hinnehmen.
MfG
Liebe Grüße
joachim
Liebe Grüße
Joachim
Liebe Grüße,
Katharina
Liebe Grüße
Joachim
Ich für meine Person finde den Kreistag personell ganz erbärmlich besetzt und von ganz minderer Qualität. Und so sieht auch die Kreisverwaltung aus. Und zumindest von unseren Stadtverordneten in Schwedt kann ich das Gleiche behaupten.
Die wenigen geeigneten Leute haben zum Großteil dann auch noch charakterliche Defizite. Wirkliche Visionen hat in den Verwaltungen doch niemand.
Mit den Visionen in der Verwaltung ist es so eine Sache. Ich habe einmal selbst nach der Wende in solch' eier Stelle gearbeitet. Da bestimmt letzten Endes immer der Chef. Und bei differierender Meinung hat der Mitarbeiter ein schweres Leben. Lach! Da ist es mit der "Demokratie" nicht weit her, und Visionen werden schnell als "unrealistisch" abgetan.
Liebe Grüße
Joachim
Zum Anderen ... wir sollten viel mehr miteinander reden und mitteilen was wir wollen! Es würde eine andere politische Struktur entstehen in unserem Land.
Wir wählen doch nur weil wir uns etwas Besseres erhoffen als das was wir jetzt haben! Unsere Politiker wissen doch gar nicht mehr was hier im Leben der Bürger passiert. Sie sollten unter die Menschen gehen und schauen was los ist in unserem Staat und nicht nach ihren Pensionen schielen und wie sie viel absahnen können. Sie haben einen Auftrag von uns ... den Bürgern dieses Landes und genau den sollten sie erfüllen.
Liebe Grüße,
Katharina
Mit den Fehlern beim Kommentar posten sollten wir es nicht so ernst nehmen. Gucke mal auf manch' andere Blogs. Lach!
Liebe Grüße
Joachim
Übrigens - sehr interessant Deine Darstellung der Geschichte des Tabakanbaus in Schwedt und der rolle der Hugenotten!
Liebe Grüße
Joachim
So nun bin ich ein wenig vom Thema abgewichen. Sorry !
Also, weiter so!
Liebe Grüße
Joachim
Ich habe mal unsere Verantwortlichen in der Zeitung blosgestellt, weil ich die Gestaltung des alten Schloßparkes als Hugenottenpark (was für ein Quatsch) mit Freilichtbühne kritisierte. Abschließend schrieb ich das bekannte Zitat: "Wer die Geschichte nicht kennt, der kann die Zukunft nicht gestalten." auf und wandelte es in Richtung der Verantwortlichen ab in "Wer die Geschichte nicht ehrt, der darf die Zukunft nicht gestalten." Danach waren se wortlos.
Und es ist erstaunlich, wie sich die Politik mit der Geschichte ähnelt. Nicht jeder, der eine Chronik gelesen hat, der kennt sich gleich mit Geschichte aus. Dazu gehören ebend die vielen kleinen tausend Dinge, wie sie auch auf Deinem Blog zu lesen sind. Und nicht jeder, der ein Parteibuch hat ist fähig, sinnvoll politisch aktiv zu werden.
Liebe Grüße
Joachim