Yap

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 Sonntag, den 5. Februar 2012.

Yap ist der westlich gelegene Bundesstaat der mikronesischen Föderation. Nicht allzu weit entfernt liegen die Republik Palau und die Philippinen. Zu ihm gehören 140 Inseln und 15 Atolle. Die vier Hauptinseln heißen Yap (Proper), Tomil-Gagil, Map und Rumung. Der Staat nimmt eine Fläche von 119 Quadratkilometern ein und zählt 11 300 Einwohner. Ein Drittel davon lebt auf der Hauptinsel Yap, vor allem in Colonia, der Hauptstadt - so groß wie mein Lychen - mit 3 216 Einwohnern.

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Drei einheimische Haupsprachen werden gesprochen: Yap (dem Malaiischen etwas ähnlich), Ulithian und Woleaian. Amtssprache ist Englisch.

Seit dem 16. Jahrhundert waren die Inseln, wie  die Karolinen insgesamt, im Besitz Spaniens. Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie vom Deutschen Reich als Kolonien von Spanien abgekauft. Im I. Weltkrieg besetzten die Japaner die Inseln und verwalteten sie bis zum Ende des II. Weltkrieges. Danach wurden sie vom Völkerbund den USA als Treuhandgebiet Pazifische Inseln übergeben. Am 3. November 1986 wurde auch Yap wie seine Nachbarn unabhängig.

In der deutschen Kolonialzeit wurde Kopra produziert und Bauxit abgebaut. Auf Yap errichtete Deutschland die zentrale Telegrafenstation der Karolinen, deren Türme heute noch zu sehen sind. Auch hier hält sich der Landtourismus in Grenzen. Es sind Taucher, die Urlaub machen in zwei größeren, extra dafür ausgerichteten Hotels, dem "Manta Rey Resort" und dem "Yap Pacific Dive Resort". Das Gewässer um den Hauptinseln ist bekannt für seine Mantas, den majestätisch dahin gleitenden Riesenrochen.

Schaut man auf die Landkarte, so sollte man genauer hinsehen. Auf dem ersten Blick scheint das ein einziges Eiland zu sein. Es sind aber die vier eng nebeneinander liegenden Hauptinseln, die miteinander über Brücken verbunden sind.

Nach unser Ankunft um Mitternacht haben wir uns uns zuerst in unserem kleinen, gemütlichen Hotel, dem "O' Keefe's Waterfront Inn" umgeschaut. Unser Zimmer hat einen Balkon, der direkt über dem Ozean hängt. Wir sind von dem weißen, im irischen Landhausstil gebauten, winzigen Hotel entzückt. es hat nur vier Gästezimmer. Benannt wurde es nach dem legendären Iren O' Keefe, dem Kapitän eines Segelschiffes, der im 18. Jahrhundert in Mikronesien sein eigenes Königreich als King of Yap und Monarch von anderen Inseln gründete.

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Nach dem Frühstück unternehmen wie einen Spaziergang durch die Hauptstadt Colonia. Im Supermarkt bekomme ich endlich meine eigenen Wasserschuhe. Frank kauft sich ein hübsches Tuch für den Kopf. Mit einer freundlichen Verkäuferin unterhalten wir uns locker und bringen ihr einige Worte in Deutsch, sie uns auf Yap, bei.

Kurz darauf kehren wir in das "Manta Rey Resort" ein, das direkt neben uns liegt. Wir schauen uns Prospekte an und überlegen schon, welche Erlebnisausflüge wir machen wollen. Auf alle Fälle ist wieder Schnorcheln angesagt. Am Nachmittag lasse ich unsere Wäsche im öffentlichen Laundromat waschen. 1 Dollar pro Waschgang und pro Trocknen. Die Automaten kommen aus den USA. Für den nächsten Tag nehmen wir uns vor, ein Moped auszuleihen, denn die Straßen hier auf Yap sind in Ordnung. Wir wollen doch etwas sehen, Vom großen Steingeld haben wir gehört. und so etwas gibt es als "Zahlungsmittel" nur auf Yap.

Veröffentlicht in Taipeh Mikronesien und Palau

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Katharina vom Tanneneck 04/25/2012 23:08


Hallo Joachim, wieder ein schöner Bericht! Ich bin erstaunt, dass die Hauptstadt Colonia mit der Einwohnerzahl von Lychen konkurriert. Da dürfte es ja überschaubar sein! 


Euer Hotel ist ja sehr ansprechend und sieht romantisch aus. Da habt Ihr wohl die richtige Wahl getroffen!


Liebe Grüße, Katharina

anais 04/26/2012 20:11



Hallo Katharina! Das ist hübsch mit den kleinen Hauptstädten. Dementsprechend klein sind auch die Ministerien. Das wär doch was für unser Deutschland. Lach!


Liebe Grüße


Joachim



Regina 04/25/2012 22:32


Mann die Inseln haben ja so einiges an Besetzung hinter sich da wundert es mich das man Fremden gegenüber nicht misstrauisch geworden ist. Die Bilder sind sehr schön ich glaube in der
schönen Landschaft könnte ich mich auch richtig wohlfühlen, ich wünsche Dir noch einen schönen Abend, l G Regina

anais 04/26/2012 20:07



Hallo Regina! Die Meinungen zu den früheren Besatzern sind unterschiedlich. Von den Deutschen erzähöen sie Gutes, die Japaner waren hartherzig und haben geschlagen, und die USA - von denen haben
sie the american way of life. die Lanschaften sind wundervoll.


Liebe Grüße


Joachim