Zu Gast in der Highschool

Veröffentlicht auf von anais

Chuuck-1-116.JPG

Mittwoch, den 01. Februar 2012.

Heute besuchen wir um 10.30 Uhr die Seventh-Day Adventist Highschool. Unsere norwegische Freundin hat uns eingeladen, einen Vormittag lang ihren Unterricht in einer 1. und in einer 11. Klasse mitzuerleben.

Wir gehen zuerst in die 1. Klasse der Vorschulstufe, in der Reidun Lesen und Schreiben unterrichtet. Als wir den Raum betreten, wird helle Freude und Neugier unter den Mädchen und Jungen wach. Wir müssen gleich erzählen, woher wir kommen. Zwei Frauen aus Weno, Mitarbeiterinnen der Schule, begleiten die Schüler beim Lernen.

Zu Beginn singen alle gemeinsam ein Lied in ihrer Heimatsprache. Reidun beginnt mit dem Alphabet. Sie spricht mit den Kindern Englisch. Alle sprechen die Buchstabenlaute im Chor nach. Danach teilt die Lehrerin weiße Bogen aus. Die Schüler müssen die von Reidun vorgegebenen Buchstaben auf das Papier schreiben. Ich halte mich etwas abseits am Rande und versuche zu fotografieren, was bei den Lichtverhältnissen im Raum und der Lebhaftigkeit der Kleinen nicht ganz einfach ist. Frank setzt sich zu den Schülern und hilft ein bischen. Zum Schluss singen alle "Zacheus was a wee little man". Es folgt das gemeinsame Gebet "Thank you for the day".

Chuuck-1-112.JPG

Chuuck-1-114.JPG

Chuuck-1-113.JPG

Chuuck-1-115.JPGChuuck-1-117.JPG

Chuuck-1-123.JPGChuuck-1-124.JPG

Uns gefallen die Mädchen und Jungen, weil sie bei aller Fröhlichkeit so eifrig bei der Sache sind.

Über eine Außentreppe steigen wir auf das Obergeschoss zu den zukünftigen Abiturienten. Diktat in Englisch ist angesagt in der 11. Klasse.

Die meisten Schülerinnen und Schüler sind anwesend. Zwei Jungen kommen als Nachzügler rein. Auch hier beginnt der Unterricht mit einem Lied auf chuukisch. Dann diktiert Reidun. Locker geht es zu. Immer wieder fragt der Eine oder Andere nach, und die Lehrerin wiederholt den Satz oder das Wort mit Engelsgeduld.

Ich sitze wieder am Rade und beobachte das Geschehen. Ein Junge spielt - wie kann es anders sein - mit seinem Handy und lacht mir verschmitzt zu als er merkt, dass ich ihn fotografiert habe.

Als alle ihre Diktathefte abgegeben haben, wird das Abschlusslied gesungen.

Chuuck-1-126.JPG

Chuuck-1-130.JPG

Chuuck-1-133.JPG

Chuuck-1-127.JPGChuuck-1-135.JPG

Ein interessanter, informativer Vormittag für uns, an dem wir erfahren haben, mit welch' großem Engagement die Lehrer der Adventistengemeinde unterschiedlichster nationaler Herkunft - viele von ihnen sind Filippinos, der Principal (Direktor) kommt aus Sri Lanka und einheimische Pädagogen - den jungen Insulanern Wissen vermitteln.

Für den Nachmittag habe ich an der Hotelrezeption schon am Vortag meine Fahrt zur Ärztin ins Hospital angemeldet. Wieder steht kein Wagen zur Verfügung.

Wendel und ein junger Sportlehrer haben mich mitgenommen und hingefahren. Als ich vor den Gummivorhang zur Ambulanz trete, reißt dieser plötzlich auf. Der Ehemann der Ärztin steht in voller Größe vor mir und hält mir einen Zettel vors Gesicht. Darauf waren alle erdenklichen Mikroben vermerkt, die sich in der Wunde breit gemacht hatten. Eine schöne Überraschung! Die Ärztin schaut sich den Fuß an und meint, die Verletzung verheile gut. Ich brauche nicht mehr wiederzukommen.

Veröffentlicht in Taipeh Mikronesien und Palau

Kommentiere diesen Post

xamantao 04/20/2012 19:46


Da bin ich ja froh, dass Du diese unangenehmen Lebewesen nicht mitgebracht hast! *lach*

anais 04/21/2012 16:40



Genau! Ich ebenfalls.



xamantao 04/20/2012 05:06


Oha, hübsche Mandelaugen, die mich aus den Fotos anschauen und ein wohlgeformter Fuß. *lach*


Mikroben hattest Du. Die hast Du doch hoffentlich nicht versucht, in Deutschland einzuschmuggeln??? Die stehen nämlich strengstens unter Artenschutz!

anais 04/20/2012 17:36



Hallo Xammi! Ich konnte mit den Mikroben auf dem Zettel nicht viel anfangen. Irgendwelche Kokken waren dabei. Die Antibiotika haben alle vernichtet. Der Artenschutz ist bis dorthin nicht
vorgedrungen. Ein Glück für mich.



Katharina vom Tanneneck 04/16/2012 22:07


Hallo Joachim, Ihr habt ja wirklich sehr viel erlebt und was die Schule betrifft, es sieht alles sehr locker aus. Da muß lernen ja Spass machen! 


Zum Glück ist Dein Fuß auch wieder fast in Ordnung und dann kann der Urlaub unbesorgt weitergehen.


Liebe Grüße, Katharina


 

anais 04/17/2012 21:12



Hallo Katharina! Ja, ganz so brav uns diszipliniert wie in deutschen Schulen geht es dort nicht zu. vielleicht werden da nicht so viele Streber und Bürokraten erzogen. Das Temperament ist auch
anders. Der Fuß war dann nach sechs Tagen so gut wie heil


Liebe Grüße


Joachim