Freizeitspaß

Sunday, 14. august 2011 7 14 /08 /Aug. /2011 18:48
Blaue-Orchidee-002.JPG
Am Samstagabend empfing mich mein Freund, der Stahlkünstler, auf seinem Feld der Träume besonders herzlich: „Ich habe eine Überraschung für Dich! Etwas, was Du immer schon gerne haben wolltest.“ „Was soll das denn sein,“ meinte ich mit fragendem Blick. „Komme mal mit vor das Haus,“ forderte er mich auf, „und schaue dann nach links zu den dunklen Tannen.“
Uwe lachte und schob mich sachte nach vorn. Ich blieb stehen. „Jetzt schaue nach links!“ Ich wendete den Kopf zu den Tannen und sah - ich traute meinen Augen kaum - eine leuchtend blaue Orchidee. „Du wolltest doch irgendwann eine blaue Orchidee haben. Na, dort steht sie!“ „Uwe“, sagte ich ganz überrascht, „die ist aus Plastik. Das ist doch keine Echte.“ „Im Gegenteil, erwiderte er, „das ist ein blaues Paphiopedilum. Ich habe sie gestern bei Hornbach auf dem Baumarkt erstanden.“
Wir gingen beide näher heran. Ich guckte und sagte erst einmal gar nichts. Mein Stahlkünster aber erklärte mir, an dieser Orchidee hätten die Spezialisten lange Versuche unternommen. Eine ganz bestimmte, ausgetüftelte Genmanipulation müsste das sein. Heutzutage sei ja so etwas ohne weiteres möglich.
Uwe,“ entgegnete ich, „die ist künstlich eingefärbt. So, wie das z. B. mit weißen Chrysanthemen gemacht wird, die Dich dann giftig blau im Blumengeschäft anlachen!“ 
Ja,“ gestand mein „Orchideenspezialist nun endlich, „ ich habe sie zu Hause in Berlin im Bad geduscht, weil sie ausgetrocknet war. Und da lief unten aus dem Topf eine blaue Brühe heraus.“ „Siehste“, lachte ich, „deshalb ist sie so 'herrlich' blau. So viel, wie ich weiß, gibt es nur eine natürlich blaue Orchidee. Und das ist die Vanda aus Südostasien.“ „Stimmt,“ pflichtete mir der Stahlkünstler bei, „aber die Vanda kostet hier mindestens 45,- Euro.“ „Klar, die sind teuer,“ und ich fragte gleich, wieviel denn diese Blaue gekostet hätte. Uwe zögerte und druckste etwas herum, bis er gestand, er hätte dafür 25,- Euro bezahlt. „Du mein Schreck“, sagte ich entrüstet, „da kann man mal wieder sehen, wie der Handel mit etwas blauem Wasser den Preis so hoch treibt. Normalerweise kostet eine solche Schmetterlingsorchidee in ihrer natürlichen Form ca. 10,- Euro. Und das war nämlich einmal eine Weiße mit gelber Lippe. Das Gelb ist an den Rändern noch zu sehen.“ 
Ach ja“, freute sich mein Freund, „das sollte ein Geck sein, so zum Spaß.“ „Der Spaß ist Dir gelungen,“ bedankte ich mich mit tiefer Verbeugung. „Ich werde abwarten, bis sie verblüht ist, und dann bekommt das Geschöpf von mir neue Erde. Es wird umgetopft. Mal sehen, ob sich an den selben Stengeln noch einmal Knospen bilden. Vielleicht werden sie hellblau und bei späterer Blüte wieder natürlich weiß.“ 
Nach unserem schönen Grillabend nahm ich das „blaue Wunder“ mit zu mir nach Hause, und da steht sie nun und schockt jeden Besucher.
Als Pflanzenfreund frage ich mich allerdings immer wieder, was in unserer übersättigten Konsumgesellschaft so in den Köpfen der Menschen vorgeht. Da reicht natürliche Schönheit nicht mehr für die Vermarktung. Die Blume wird künstlich entstellt, und die Leute zahlen mehr als den doppelten Preis. Ich möchte denjenigen sehen, der eine solche „blaue“ Orchidee ehrlich nach seinem Geschmack kauft. Ich denke mal, bei dem stimmt etwas nicht. Lach!!
 
 
 
 
                                                                    
  
von anais - veröffentlicht in: Freizeitspaß - Community: Natur und Wissenschaft
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Sunday, 15. may 2011 7 15 /05 /Mai /2011 16:12

 Pflanzen 001

War das eine Freude! Meine Blogfreundin Katharina link besuchte mich in Lychen. Am frühen Nachmittag parkte sie ihren Wagen vor meinem Haus und stieg aus. Erwartungsvoll hatte ich schon aus dem Fenster geschaut. Fesch und adrett kam sie auf mich zu. Ich machte ihr die Haustür auf, und wir begrüßten uns wie alte Bekannte. Katharina brachte einen großen, runden, selbstgebackenen Rhabarberkuchen mit, Pralinen und Liköre. Einer davon war hausgemacht: der Holunderlikör.

Zuerst ging es gleich in den Garten. Wir schauten uns Blumen und Jungpflanzen an, natürlich besonders die Exoten. Katharina war begeistert von der herrlichen Lage am See. Das alte Boot hatte ich zuvor fahrttüchtig gemacht, um mit ihr auf den Stadtsee zu rudern, denn von dort hat man den schönsten Blick auf Lychen.

Vor dem Kaffeetrinken unternahmen wir einen Spaziergang durch die Stadt. Wir besichtigten das Haus Vogelgesang in meiner Straße. Katharina schaute sich meine kleine Bilderausstellung an. Dort wurden wir spontan von einem kommunalpolitisch aktiven Freund zum Tässchen Kaffee eingeladen und es kam zu einem angeregten Gespräch, in dem Katharina - wie immer - treffsicher argumentierte.

Katharina-002.JPG 

Danach bummelten wir durch die Straßen zum Marktplatz, wo ich ein bischen über Lychens Geschichte erzählte.

Katharina-004.JPG

Vor der großen St.-Johannes-Kirche hatten wir Glück. Die junge Frau, die die Kirchenaufsicht hat, gab mir den Schlüssel, und wir konnten das Innere betreten. Katharina machte ausgezeichnete Bilder mit ihrer Kamera, die ihr auf ihrem Blog anschauen könnt. Wir spazierten hinunter zur Floßarche, die den Oberpfuhl vom Stadtsee trennt. Von dort kann man nämlich in der Ferne etwas von den ehemaligenHohenlychener Heilstätten sehen.

Langsam bekam ich Appetit auf den leckeren Tanneneck-Rhabarber-Kuchen. Zu Hause schnitten wir ihn an und ließen ihn uns schmecken. Mittlerweile war es schon später Nachmittag. Deshalb verschoben wir die Bootfahrt auf ein nächstes Mal.

Noch einmal ging's in den Garten, wo sich Katharina eine Mischung bunter Tomatensorten, Paprikapflanzen, Perilla und Blumenpflanzen aussuchen konnte. Großzügig erwies sie sich beim jungen Korallenstrauch. Sie gab mir nämlich dafür eine "Aufzuchtspende".

Katharina-005.JPG 

Als wir uns dann vor dem Haus herzlich verabschiedeten, zog sich eine schwarze Gewitterfront hinter dem Kirchturm zusammen. Und genauso schnell fielen dicke Tropfen, sodass Katharina schnell ins Auto sprang und schnell - nicht ohne noch einmal zu winken - nach Hause fuhr. Das war ein schöner Nachmittag, und ich danke Katharina sehr herzlich für alles!

von anais - veröffentlicht in: Freizeitspaß - Community: Sprechen durch Schreiben
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Friday, 29. april 2011 5 29 /04 /Apr. /2011 11:31


Pflanzen-002.JPG

 



Ab dem 11. Mai 2011 gebe ich wieder Tomaten-, Gemüse- und Blumenpflanzen an Selbstabholer ab. Telefonische Voranfrage wäre für mich für den Abholtermin günstig. Vielleicht gibt es Interessenten aus der näheren Umgebung von Lychen.



Die Tomaten- und Gemüsepflanzen sind aus gentechnisch unverändertem Saatgut herangezogen worden.



Tomatensorten:



Harzfeuer



Liguria (reichtragende, resistente Fleischtomate)



Ananas (rot/gelb geflammte Fleischtomate fürs Gewächshaus)



Noire de Crimée (braune Fleischtomate fürs Gewächshaus)



Prune noire, Schwarze Pflaume ( braune, üppig tragende Cocktail-

Tomate)



Raisin vert, Grüne Traube ( grüne, süße Cocktailtomate)



Violette Cocktailtomate.





Gemüsepflanzen und Blumenpflanzen



Kohlrabi (blau)                                          Madeleine-Astern

Kohlrabi „Gigant“                                     Harzastern

Brokkoli                                                     Zinnien

Yacon                                                        Spinnenblumen (Cleome spinoza)

                                                                   Hohe Studentenblumen











von anais - veröffentlicht in: Freizeitspaß
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Sunday, 3. april 2011 7 03 /04 /Apr. /2011 19:39

Hat's mich doch soeben arg gewundert und bass zum Staunen gebracht, dass mein repräsentativer, martialischer Kopfputz als Botschafter bei den Trollen - gucke mal:  Heute ist mein Glückstag!  tierische Assoziationen bei einer meiner Engvertrauten hervorgerufen hat. Und da steht doch was - wohl auf hessisch oder bayrisch gedichtet - von einem Rindvieh. Ich muss doch gleich einmal nachfragen, ob das auf mich zutrifft. Kann durchaus sein, denn das Madel, das mir diese Verse geschickt hat, tippt selten daneben!! 

 

A Rindvieh, so nennen im Dorf mi die Leut.

Das ist halt a Nam, der mi sakarisch gfreit.

Mei Vater, der hat ja im Köpfl a nix drin:

Drum ist’s ja o a koa Wunder, da? A Rindvieh i bin. 

I bin fidel, fidel, fidel,

bis in Himmel kommt mei arme Seel’.

 

Znachst hat mi das Zahnweh so sakarisch geplagt,

bin i ganga und hab eahms geklagt.

Drei guate reißt er außa,

den schlechten lasst er drin:

Fünf Gulden hab i zahlt ,

weil a Rindvieh ich bin.

 

Im Summer, da kommen die Stadtleit aufs Land,

die kraxeln auf die Berg wia die Goaßböck umanand.

Sie halsn mei Diandl in der Sennerhüttn drin

und i schau eahna zua, weil a Rindvieh i bin.

 

Und weil i so dumm bin, so greif i zur List,

kraxl aufi auf die Alm, wo das Rindvieh oben ist.

Dann sitz i so selig bei eahna mitten drin

und koa Mensch kennts, dass a Rindvieh i bin.


Ha-ha-ha! Isch lach misch widderma kringelisch!

Grins-Grüße Xammi

Schaut mal auf Ihren Blog, was sie da noch so in petto hat:link


 


von anais - veröffentlicht in: Freizeitspaß - Community: Sprechen durch Schreiben
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Thursday, 31. march 2011 4 31 /03 /März /2011 22:13

Skandinavien-Reise-2010-206.JPG

 

Heute ist es endlich so weit! Ruhm und Ehre wurden mir kurz nach Mitternacht zuteil. Ich bin doch zu Höherem geboren! Mit Geschichten, Berichte und Gedichte schreiben gebe ich mich nicht mehr ab. Auch Suppen mixen, Pizza backen und Blüten pflücken ist nicht mehr mein Metier. Das alles ist doch nicht das Gelbe vom Ei. Jeder sollte danach streben, zur Créme de la Créme zu gehören!

Und ich habe mich nicht nach oben gedrängelt, weder mit Politkarriere, Ellenbogen, List noch Intrigen. Nein!

Der Bundesaußenminister hat dem Antrag des Trollkönigs Drumdredum stattgegeben und mich zum deutschen Botschafter bei den Trollen ernannt. Schon in frühester Stunde überbrachten mir die säbelrasselnden "kurzen Kerls"  das Akkreditierungsschreiben.

 Skandinavien-Reise-2010-205.JPG

Sofort habe ich mich in Schale geschmissen und den repräsentativen Kopfputz aufgesetzt, um mein Land würdig zu vertreten. Voilá!

Skandinavien-Reise-2010-337.JPG

Bissige Kommentare ausnahmsweise heute erlaubt!

von anais - veröffentlicht in: Freizeitspaß - Community: Sprechen durch Schreiben
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