Interessantes über Lychen und Umgebung

Thursday, 29. december 2011 4 29 /12 /Dez. /2011 10:33

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Ernstes, Amüsantes und Pikantes von Einst und jetzt“ habe ich die Sammlung meiner Gedichte und Geschichten genannt. Sie umfasst 39 Gedichte und 34 Kurzgeschichten, die ich aus eigenem Erleben oder von anderen erlauscht niedergeschrieben habe. Orte der Handlung sind mein Heimatort Lychen mit seiner reizvollen Umgebung und etwas Berlin in einigen Gedichten. Die Kurzgeschichten bringen in Episoden und Erlebnissen aus meiner Kindheit und Jugend das Leben in unserer uckermärkischen Kleinstadt in den 1940er bis 1950er Jahren in Erinnerung. Ein wenig Phantastisches und Sagenhaftes ist dabei. Mögen es alle kleine Erzählungen am Rande sein, so lassen sie doch Heimatgeschichte aus neuerer Zeit bildhaft erscheinen. In den Gedichten habe ich versucht, meine Empfindungen für Natur, Landschaft, Kuriositäten. Spaßiges und Bemerkenswertes im menschlichen Zusammenleben auszudrücken.

Entstanden ist fast alles auf meinem Blog im Internet über einen Zeitraum von ca. vier Jahren. Solch' ein Blog ist nicht viel mehr als eine elektronische Zeitschrift. Die Beiträge werden, wenn noch frisch, öfter von Freunden und Besuchern gelesen und kommentiert. Liegen sie weiter zurück, geraten sie in Vergessenheit. Deshalb habe ich die Gedichte und viele Geschichten kopiert, auf einer Arbeitsseite noch einmal redigiert und ausgedruckt. Die hier abgebildeten Fotos sind vom ersten Ausdruck. Da sind die geraden Seitenzahlen falsch gesetzt. Das habe ich korrigiert. Es zeigt aber, auf wieviele Kleinigkeiten zu achten ist.

Die ersten vier Exemplare habe ich als Thermo-, und Ringbindung im A4-Format herstellen lassen. Thermobindung sieht vielleicht besser aus. Das Buch lässt sich aber nicht voll aufklappen. Bei der Ringbindung geht es, sieht aber nicht so professionell aus.

Drucke ich die 105 Seiten mit je einem Bild in Farbe auf meinem Drucker aus, so ist das sehr zeitaufwendig. Zudem verbrauche ich für jedes Exemplar ca. 5,00 Euro an Tinte. Einband und Bindung kosten hier 2,50 Euro pro Exemplar. Deshalb werde ich mich nach einem Copy-Shop umschauen, der preisgünstig ist, falls nach der Vorstellung des Bandes in Lychen auf dem Historienstammtisch, in der „Neuen Lychener Zeitung“ und hier auf meiner Website Interesse besteht, den Band zu erwerben.

Über das Eingabefeld „Kontakt“ ist die Vorbestellung möglich.

 

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von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung - Community: Sprechen durch Schreiben
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Friday, 23. december 2011 5 23 /12 /Dez. /2011 15:47

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Etwas Besonderes hat sich meine Bloggerfreundin Xammi vor wenigen Tagen einfallen lassen. Über die Adventszeit hat sie eine wunderbare Reise durch Länder, Landschaften und Städte in der ganzen Welt auf Ihrem Blog unternommen. Viel Sehens- und Wissenswertes ist dort zu sehen. Zugleich sind alle diese Stationen Zeugnisse für das wertvolle Lebens- und Kulturgut auf unserer Erde. Gerade jetzt, zur Weihnachtszeit, erinnern wir uns wieder daran, wie schützenswert all' diese Kostbarkeiten sind. Sie hat nach dem Alphabet, beginnend mit dem Buchstaben A, jedesmal einen anderen Ort mit ihren fantastischen Begleitern besucht. Als sie an den Buchstaben "U" gelangte, reiste sie durch unsere schöne Uckermark mit allerlei Links zum Anklicken und Schauen. Sehr schön farbig gestaltet mit "Lulu-Einhorn" als Begleiter.

Damit hat Xammi sicherlich viele neue Freunde für die Uckermark gewonnen. Ich bin ihr dafür sehr dankbar. Den Anfang des Beitrags wollte ich kopieren, habe aber nur die Schrift erwischt. Dies sind die ersten Zeilen:

   

 

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser

 

Unsere Reisegruppe hat Finnland, das Land der vielen Wälder und der tausend Seen und die Kulturhauptstadt 2011 und Weihnachtsstadt Turku verlassen. Wir erreichen jetzt auf unserer Adventsreise von A. bis Z.  einen Landstrich der tausend Seen mit dem Buchstaben

U.    

 

 21.12.  In der Uckermark /   Nord-Ostdeutschland 

 

Schaut also auf Xammis Blog link und reist mit ihr durch eine herrliche Welt zur Weihnachtszeit.

 

 

   

 

von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung - Community: Sprechen durch Schreiben
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Friday, 11. november 2011 5 11 /11 /Nov. /2011 17:29

Novemberwald 002

Heute nachmittag habe ich mich auf's Rad geschwungen und bin in den Novemberwald gefahren. In der Hohenlychener Buchheide wollte ich die klare Herbstluft atmen. Es war etwas kühl trotz des Sonnenscheins, der sich durch die Baumkronen der alten Buchen brach. Mein eigentliches wahres Ziel waren die umgefallenen dicken Stämme und Stubben, weil ich irgendwie ahnte, das Austernseitlinge schon zu finden sein müssten. So radelte ich den langen Waldweg entlang, fand bemoostes Holz, das schon lange Zeit am Wegesrand liegt und sah, wie sich auf den alten Stämmen kleine Tannen angesiedelt haben, die sich wohl gut von den modernden Baumresten  ernähren.

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Still, sehr still ist es im Novemberwald, Vogelrufe hörte ich nicht. Vielleicht gab ich darauf nicht acht. Hellbraun leuchtete der Waldboden vom herabgefallenen Buchenlaub, aus dem immer wieder ganze Galerien von Nebelkappen guckten.

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An einer Wegniederung, wo gerodete Baumstümpfe lagerten, stellte ich das Fahrrad ab, denn dort war ich mir sicher, dass ich es wieder finden werde. Mit Kamera,Korb und Messer stapfte ich durch das dichte Laub den Hang hinauf zu dem abgebrochenen Buchenstamm, an dem ich vor zwei Jahren mein schönstes Austernseitling-Foto machte (Siehe "Fotoalbum "Kleine Pilzgalerie). Der Stamm war mittlerweile schon trocken und löchrig. Da hält sich der Pilz nicht mehr drauf. Aber etwas weiter an einem frisch geschlagenen Stumpf erblickte ich die ersten, herrlich Taubengrauen und machte ein Bild von ihnen.

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Ich lief wieder zurück und die andere Seite am Weghang hinauf. Dort geht es auf und nieder, Berg und Tal. Und siehe da, dort standen immer noch frische Pfifferlinge an grün bemoosten Stellen - so viele, das sie heute für's Abendbrot reichen. Lange lief ich so bergauf, bergab und hielt Ausschau nach Austernseitlingen. Weil nichts mehr zu entdecken war, machte ich kehrt. In der Buchheide liegen kam gestürzte Stämme, weil dort geräumt wird. Das wurde mir klar, als ich doch auf Einen stieß, an dem die ersten jungen Pilze sprießten. Das Ende war frisch abgesägt. Sicherlich ist der Säger noch nicht fertig und holt sich noch mehr Holz für den Kamin. Ich lief zum Fahrrad zurück, radelte durch mehrere andere Wege und fand am Rand noch einmal - Pfifferlinge.

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Nach 16.00 Uhr fuhr ich aus dem Wald auf die Chaussee und war froh, denn da drinnen wurde er schummerig ung gruselig. Zu Hause gab's eine guten Kaffee und die ersten Stücken Weihnachtsstollen, den ich besonders gerne esse.

von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung - Community: Natur und Wissenschaft
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Tuesday, 8. november 2011 2 08 /11 /Nov. /2011 14:47

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Am Sonntag hatten die Lychener, die Satire und Humor lieben, die Chance, an einer Buchlesung mit Ernst Röhl  im Sportbistro teilzunehmen. Ernst Röhl hat sich als Journalist mit seinen spritzigen Beiträgen in der Zeitschrift "Eulenspiegel" einen Namen gemacht. Im gleichnamigen Verlag hat er seine Bücher veröffentlicht.

Für den geringen Eintrittspreis von 5,00 Euro bin ich anderthalb Stunden lang auf meine Kosten gekommen. Eine Stunde zuvor gab es Kaffee, Kuchen und Torte. Hätte ich das gewusst, wäre ich dort schon um 14.00 Uhr eingetrudelt. So habe ich ab 15.00 Uhr bei der Lesung "im Trocknen" gesessen und trotz alledem feuchte Tränen gelacht. Ernst Röhl hat nämlich die deutsche Sprache unter die Lupe genommen. Ob im alltäglichen Umgangsdeutsch, in der Technik, in der Verwaltung, im Geschwafel der Politiker oder im Geschwurbel der TV-Prominenz - überall hat er feinste Leckerbissen herausgefischt, die man sich selber lieber nicht auf der Zunge zergehen lassen sollte.

Ich habe zum Schluss der Veranstaltung auf sein Buchangebot zugegriffen und das "Wörter-Buch der Heuchelsprache" für 10 Euro erstanden. Den Preis ist es allemal wert. Von A - Z findet der Leser im Mittelteil solche Begriffe wie Entsorgungspark, Fahrgeldhinterziehung, Gender-Mainstreaming,, Hüftgold, Inaugenscheinnahme, Kopfpauschale, Mouse-Potato (Fatzkenenglisch für den Stubenhocker, der seine Zeit vor dem Computer verbringt), Paradigmenwechsel, Rentenversicherungsnachhaltigkeitsgesetz mit Niveausicherungsklausel, Sendungsverfolgungsverfahren, Sozialschmarotzer, verbeamten, zielzentriert und viele andere. Alles eloquente Beweise dafür, was man aus der deutschen Sprache so alles drechseln kann, ab und zu mit anglizistischem Lackspray. 

Der handliche Band enthält eine Menge kurzer oder längerer Beiträge in Erzählform über Absurditäten des Deutschen, Gekurbeltes, Geschraubtes und Lächerliches. 

Hier ein kurzes Zitat aus dem Beitrag "Wörtliche Betäubung". aus dem der Autor u. a. vorgetragen hat: "Die deutsche Sprache ist voller Rätsel und Unwägbarkeiten. Der treibende Teil einer Maschine, eines Flugzeugs etwa, heißt nicht Treibwerk sondern Triebwerk. Das Gewächshaus des Gärtners dagegen, in dem die Triebe sich entfalten, heißt nicht Triebhaus, sondern Treibhaus. Triebhäuser gibt es auch, sie heißen aber nicht so. Die Null geht im Deutschen als Zahlwort durch. Faulenzen gilt als Tätigkeitswort, Schlappschwanz sogar als Kraftwort. Schwanger aber, obwohl es sich doch geradezu aufdrängt, ist als Umstandswort immer noch nicht zugelassen." 

Lassen wir uns also unser geliebtes Deutsch mit schärferem Verstand und Humor erleben!

 

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Thursday, 3. november 2011 4 03 /11 /Nov. /2011 14:59

In eigener Sache:

Nachdem die Lychener Grundstückseigentümer in diesem Jahr mit der Sanierungsumlage im Altstadtbereich finanziell in erheblichem Maße belastet worden waren, flatterte wenige Monate später der Bescheid des Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Westuckermark (ZVWU) über die Erhebung eines Beitrags für den Bau der Abwasserleitung des Bereiches Fürstenberger Straße und Vogelgesangstraße ins Haus. Diese Gebühr wird jetzt von Altanliegern für die schon 1987 gebaute Kanalisation erhoben. Meinen Anschluss habe ich übrigens selber gelegt.

Dessen nicht genug, wurde dieser Tage auf einer Stadtverordnetenversammlung und in der Presse das nächste Projekt vorgestellt, mit dem die Bürger ordentlich zur Kasse gebeten werden sollen:

Der Vorsteher des ZVWU Bernd Riesner kündigte einen Neubau der Abwasserleitung an. Sie soll in der Vogelgesangstraße verlegt werden. Alle Häuser, die unter dem Leitungsniveau liegen – wahrscheinlich die meisten – müssten eigene Pumpen (ca. 10 000 Euro) installieren.

Das Projekt wird u. a. so begründet:

Die 1987 verlegte Abwasserleitung entspräche nicht mehr dem heutigen technischen Stand. Sie verlaufe durch private Grundstücke und sei deshalb für Wartungsarbeiten schwer zugänglich.

Dazu meine Auffassung, denn die Rohrleitung durchzieht auch mein Grundstück:

Die Abwasserleitung funktionierte in den ersten Jahren ohne sichtbare Zwischenfälle. Erst  bei starken Regenfällen vor einigen Jahren kam es zweimal kurz hintereinander zu Überschwemmungen in meinem Garten. Seither hat sich ein solches Ereignis nicht wiederholt. Ich nehme an, die Leistungsfähigkeit der Pumpstation wurde verstärkt. 

Um Zutritt zu meinem Grundstück wegen Wartungsarbeiten hat der ZVWU bisher noch nie gebeten, wofür ich allerdings jederzeit Verständnis hätte.

Weil die jetzige Abwasserleitung ihren Zweck erfüllt und das bei entsprechender Wartung und Pflege auch in Zukunft tun wird, sehe ich keinen Bedarf für eine kostenaufwendige Neuanlage, für welche die betroffenen Bürger wieder kräftig abgezockt werden sollen – wenn auch, wie geplant, nicht vor 2015.

Ich halte es für unzumutbar, die derzeit stark belasteten Anlieger mit einem solchen zusätzlichen Projekt in Existenzangst zu versetzen.

Als Rentenempfänger, der ich das Jahr 2015 noch erleben möchte, habe ich bis in das Jahr 2012 hinein 1822,40 Euro als Sanierungsabgabe an die Stadt Lychen und 819,70 Euro an den ZVWU für den Abwasseranschluss abzuzahlen.

Ich habe zwar zusätzliche Mieteinnahmen. Diese sind allerdings für den Erhalt der Wohnungen und als Rücklage für Reparaturarbeiten gedacht – etwas bessern sie auch mein Renteneinkommen auf – nicht aber für die Finanzierung kommunaler Projekte, deren Sinn fragwürdig ist.

In meinem bisherigen Leben habe ich immer gehofft und geglaubt, einen ruhigen und sorgenfreien Lebensabend im Haus meiner Eltern in meiner Heimatstadt verbringen zu können und mit Freude an ehrenamtlichen Aktivitäten für unser Gemeinwohl. Welche finanzielle Bürde aber auf mich zukommen soll, bereitet mir schlaflose Nächte und vergällt mir die Lust, mich weiterhin für die Stadt Lychen - nicht zuletzt auch über meinen Blog – zu engagieren.

Es sei denn, auf die Befindlichkeiten der Bürger werde in Zukunft von der Verwaltung der Stadt Rücksicht genommen und mir eines Tages vielleicht nicht gesagt: "Na, wennde nicht kannst, musste eben Dein Haus verkaufen."

 

Siehe auch "Haus Vogelgesang":link



 

von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung - Community: Sprechen durch Schreiben
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