Monday, 5. december 2011
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09:00
Als Geleit für die neue Woche und weit darüber hinaus in das neue Jahr heute ein Denkanstoß für die Lychener Stadtväter aus der neuesten Ausgabe der "Neuen Lychener Zeitung", falls diese das
Blatt noch nicht gelesen haben. Für eine bürgernahe Wirtschaftsweise so mancher kommunalen Verwaltung könnte der Hinweis gleich unbürokratisch eingerahmt über den Schreibtisch gehängt werden. Ich
hoffe, der Denkanstoß findet Gefallen. Siehe dazu auch Existenzbedrohendes Projekt
von anais
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Monday, 14. november 2011
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09:01
Am vergangenen Sonnabend habe ich an der Demonstration gegen die Übermacht der Banken und für deren Kontrolle durch Staat und Gesellschaft teilgenommen.Um 12.30 Uhr
sollte der Marsch zum Regierungsviertel starten. Der Beginn verzögerte sich aber über mehr als eine halbe Stunde, weil immer wieder weitere Teilnehmer aus dem Hauptbahnhof hinzukamen. Dann aber
setzte sich der lange Zug in Bewegung. Gegen 14.00 Uhr hatten Tausende Demonstranten aller Altersgruppen, darunter wieder viele Jugendliche das Regierungsviertel umzingelt. Immer wieder wurde in
Sprechchören gefordert: "Banken in die Schranken", "Kontrolle der Finanzen", Banken entflechten" u. a. Die große Protestaktion endete am Brandenburger Tor mit einer Kundgebung. Für mich war es
ein Erlebnis mitzuerleben, wie viele entschlossene Bürger sich zu einer solchen Massendemonstration zusammen finden können, wenn der Wille da ist, in unserer kranken, vom Finanzkapital
beherrschten, krisengeschüttelten Gesellschaft etwas zu verändern und Wege zu einem gerechten, solidarischen Europa der Völker zu finden. Wo viele Menschen zusammen kommen, gibt es auch Gestalten
zum Fürchten und zum Staunen. Hier einige Fotos:





von anais
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Tuesday, 26. april 2011
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20:53
Am Ostermontag fuhren wir mit drei Bussen des Anti-Atom-Koordinationszentrums Berlin vormittags um 9.00 Uhr
von der "O2 World" zum abgeschalteten AKW Nord nach Lubmin, das heute noch immer als gefährliches Zwischenlager für Castor-Behälter genutzt wird. Ich hatte zuvor noch nie ein Atomkraftwerk ganz
aus der Nähe gesehen. Ich kann mich erinnern, dass wir als Jugendliche einmal mit dem Fahrrad zum AKW Rheinsberg gefahren sind. Das Werk konnten wir allerdings nur über den Stechlin-See
betrachten. Deshalb war der Aktionstag für mich ein doppelt eindrucksvolles Erlebnis.
An der Aktion vor dem AKW Nord nahmen ca. 2000 Aktivisten teil. 250 Radfahrer kamen aus solchen Städten wie
Rostock, Stralsund und Greifswald. Am Nachmittag setzte sich der Marsch zum ca. 5 km entfernten Seebad Lubmin in Bewegung. Am Ortseingang wurden wie erst einmal von Angetrunkenen vollgelappt, die
eine Party auf einem großen Anwesen feierten. In Lubmin war kaum eine ortsansessige Seele auf der Straße zu sehen. Das verwunderte uns sehr. Ich meinte, das wären wohl Leute, die früher einmal im
AKW gearbeitet hätten. Sie zählten wohl kaum zu den Atomkraftgegnern, weil sie heute arbeitslos wären und ihren bescheidenen Reichtum aus der DDR-Zeit mit Häuschen und Garten hüteten. Ein
Aktivist wurde angepöbelt und mit der Polizei gedroht, weil er Aufkleber im Ort anbrachte. So war das dort konkret im kleinen Lubmin mit der "Sympathie" für uns und für den Ausstieg aus
der Atomenergie in unserem über 80-Millionen-BRD-Volk.
von anais
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Friday, 15. april 2011
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08:35
In den vergangenen Wochen haben die Grundstückseigentümer im Sanierungsgebiet "Altstadtkern Lychen"
Informationsschreiben von der Stadtverwaltung zu Ausgleichsbeträgen im Sanierungsgebiet erhalten. In diesem Schreiben ist die jeweils vom Eigentümer zu zahlende Ausgleichssumme aufgeführt,
berechnet nach unterschiedlichen Ausgleichsbeträgen pro Quadratmeter. Zugleich bietet die Stadtverwaltung eine gestaffelte Reduzierung der Beträge bei frühzeitiger Zahlung an. Der rechtsgültige
Bescheid wird erst im Jahr 2013 zugestellt. Ab diesem Zeitpunkt ist die vollständige Summe zu zahlen.
In dem Informationsschreiben sind die gesetzlichen Rechtsgrundlagen aufgeführt, auf die sich die Erhebung
der Beträge stützt.
Für die betroffenen Bürger kamen diese Schreiben sehr plötzlich und unvorbereitet, und bei vielen
stellten sich Unsicherheit, Angst und zahlreiche Fragen ein. Die Stadtverwaltung hatte es versäumt, die Eigentümer zuvor auf einer öffentlichen Veranstaltung zu informieren. Immerhin ist in
einigen Informationsschreiben von Summen bis zu 10 000 Euro die Rede.
Aus diesem Grund haben sich betroffene Grundstückseigentümer zusammengesetzt und eine öffentliche
Informationsveranstaltung zu diesem Thema vorbereitet. Sie findet am 18. 04.2011 um 18.00 Uhr im Alten Kino in Lychen statt. Diese Veranstaltung ist kostenneutral. Jeder Teilnehmer sollte aber
1 bis 2 Euro für die Saalmiete mitbringen.
Die Informationsveranstaltung wird vom Verband Deutscher Grundstücks-Nutzer (VDGN) durchgeführt unter
Teilnahme sachkundiger Experten.
Alle Lychener können die Fragen stellen, die sie bewegen, um Sicherheit zu erlangen, wie wir mit der
Forderung der Ausgleichsbeträge umzugehen haben.
Siehe dazu auch weitere Bemerkungen in dem Artikel link
von anais
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Tuesday, 12. april 2011
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17:42
Wieder trafen sich Lychener Bürger gestern nachmittag auf dem Marktplatz zur 4. Anti-Atom-Mahnwache.
Es gab eine Überraschung: Inge hatte einen selbstgebackenen Kuchen mitgebracht, den sich die Teilnehmer schmecken ließen. Ich war am Montag nicht dabei und bedauere sehr, dass ich den Kuchen
nicht kosten konnte. Aber Salka, die Mitbewohnerin meines Hauses hat mit ihrer Tochter Gretel daran teilgenommen und das Foto aufgenommen.
Aktuelle Nachrichten zur Situation am Katastrophen-Atomkraftwerk in Yokushima wurden vorgetragen und
Meinungen ausgetauscht. Thomas informierte, dass von dem havarierten japanischen Kraftwerk bereits jetzt schon 90 Prozent der Menge radioaktiver Stoffe ausgestrahlt und ausgeflossen sind wie
beim Gau in Tschernobyl.
Roy verlas einen Artikel, der sich damit auseinandersetzte, weshalb die Leitstudie 2010 der
Bundesregierung zur Energiepolitik in der Schublade verblieb. Weil es eine unbequeme Öko-Studie ist. Die Leitstudien-Autoren vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, vom Fraunhofer IWES und
vom Ingenieurbüro für neue Energien gehen nämlich davon aus, dass der Öko-Stromanteil in den nächsten Jahren drastisch ausgebaut werden kann. Dafür treten wir ein und fordern die Abschaltung
aller Atomkraftwerke.
Diese Meinung scheint allerdings in Lychen von einigen Bürgern nicht geteilt zu werden, denn Jacqueline
berichtete, sie hätte einen Anruf von Bekannten bekommen, die sich darüber wunderten, dass sie gegen Atomenergie sei. Und sie meinten: "Die brauchen wir doch!" Diese Ignoranz bei vielen
Leuten ist unverzeihbar und sicherlich nicht nur Problem einer Kleinstadt wie Lychen. Wir hoffen, dass die Lychener mehr Verantwortung für ihre Zukunft und die ihrer Kinder zeigen und sich
aktiv in die Bewegung "Schluss mit der Atomenergie! Abschalten jetzt!" einreihen.
von anais
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