Interessantes aus Templin und Umgebung

Tuesday, 9. november 2010 2 09 /11 /Nov. /2010 15:58

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Das alteTempliner Rathaus heute.

 

Das alte Rathaus auf dem Marktplatz von Templin ist nach meiner Auffassung das schönste in den Städten der Uckermark. Dorthin ziehen sich strahlenförmig alle Hauptstraßen der Stadt. In den Jahren von 1746 bis 1750 wurde es in barocker Architektur erbaut, nachdem zuvor das frühere Rathaus ein Opfer der Flammen geworden war. Der schlichte dreigeschossige Putzbau schließt mit einem Walmdach, einem Kuppelturm und dem Adler auf der Turmspitze ab. Im Gegensatz zu Lychen hatte Templin mehr Glück. Im Krieg wurde nur der rechte Flügel des Gebäudes zerstört, der in der DDR-Zeit wieder hochgezogen wurde. Somit blieb auch der schöne Turm erhalten.

In jener Zeit wurden unter Friedrich dem Großen die größeren Städte in der Uckermark, die z. T. durch Brände verwüstet und heruntergekommen waren, nach damals modernen Gesichtspunkten verändert. Straßen z. B. wurden begradigt und verbreitert, wobei Templin seine sternförmige Straßenanlage in ihrer Grundstruktur schon seit dem 13. Jahrhundert hatte.

Heute befindet sich in dem alten Rathaus die Tourismus-Information mit Ausstellungsflächen. Die Stadtverwaltung ist in das größere Kreishaus in der Prenzlauer Allee umgezogen.

Im gleichen Barock zeigt sich das Angermünder Rathaus. Wahrscheinlich hatte es denselben Architekten.

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Das Lychener Rathaus, 1732 abgebrannt und 1747/48 im barocken Stil zweistöckig aufgebaut, war das schlichtere der Drei. Es ist im II.  Weltkrieg total ausgebrannt und erst wieder in den 60er Jahren ohne Turm aufgebaut worden. Siehe dazu:Das Lychener Rathaus .

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Thursday, 30. september 2010 4 30 /09 /Sept. /2010 08:11

 

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Eine glänzende Idee hatte dieser Tage Juttas Enkelin, die hübsche Linde. Sie verbringt zur Zeit ihren Urlaub auf dem Feld der Träume in Lychen ohne Fernsehen in reiner Natur. Sie möchte Stille und Einsamkeit genießen. Scheinbar ist ihr das aber zu langweilig geworden, und so lud sie mich kurz entschlossen zu einem Badevergnügen in der Templiner Therme ein. "Linde," meinte ich zu ihr, "Du mit mir, in meinem Alter? Wie kommst Du denn darauf?" "Ja," erwiderte sie, "Du magst Wasser und Schwimmen. Das wird bestimmt lustig!" Also willigte ich ein und freute mich auf den Badespaß.

Nachmittags im Thermalbad angekommen, suchten wir erst einmal unsere Schränke. Ich hatte die Nummer 1009. Weil ich schnell ins Wasser wollte, ging ich gleich in die gegenüber liegende Kabine, um mich zu entkleiden und die Badehose anzuziehen. Linde lachte: "Da bist Du richtig! Das ist doch der Babywickelraum!"

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Na ja, junge Mütter waren gerade nicht da. Und dann ging' los! Zwei Stunden lang ließen wir uns von Wirlpoolen und Wasserfällen in Schwung bringen, schwammen hinaus ins Freie und krochen in die tropfende Grotte. Schließlich fiel Linde die lange, vielfach gewundene Rutschbahn ein. "Komm', rutsch' doch auch einmal durch die Röhre. Da gibt es die helle und die ganz dunkle Bahn. Klar, das wollte ich mir nicht entgehen lassen. So flutschten wir also jeder zweimal die Bahnen herunter, jeder einmal durch die helle und die dunkle.

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Linde hatte den nicht gerade kleinen Eintritt spendiert. Um finanziell wieder alles "ins Lot" zu bringen, lud ich sie anschließend zum Abendessen ein bei gebratenem Zanderfilet auf mediterranem Gemüse und einer Riesenpellkartoffel mit Quark in Folie gegart.

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Das war ein sehr schöner Nachmittag. Und bei allem hatten wir vergessen, uns wieder einen Streich auszudenken. Dafür ist Linde gerne zu haben! Sie hatte allerdings andere Sorgen: Ihr langes, türkisfarbenes Haar hatte sich graubraun verfärbt. Na, sowas!

 

Die Natur-Therme-Templin

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Das moderne Bad wird von einer jodhaltigen Thermalsole aus einer Tiefe von 1.650 Metern gespeist. Das Wasser aus dem Erdinneren hat eine Temperatur von 57,7 Grad Celsius und einen Salzgehalt von 15 Prozent. Im Bad und in der Therape wird die Sole in Konzentrationen von 1-6 % bei Temperaturen von 32-36 Grad verwendet.

Neben der Möglichkeit zur Behandlung und Linderung von Erkrankungen der Atemwege, der Haut und des Stütz- und Bewegungsapparates bietet die Natur-Therme-Templin alle Möglichkeiten, Körper und Seele in den verschiedensten Wellness-Bereichen zu pflegen.

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Monday, 20. september 2010 1 20 /09 /Sept. /2010 08:57

Der Ausverkauf von ehemaligem Gemeineigentum aus der DDR-Zeit geht im Osten weiter. Hier, in der Uckermark, passierte das sozusagen direkt vor der Haustür. Ein ehemaliger Forstbediensteter und somit Sachkundiger hat mich auf einen kapitalen Deal am Stadtrand von Templin aufmerksam gemacht:

 

Ein Fürstenclan, der früher einmal nahezu 70 000 ha(!) Wald besaß, will jetzt ausgerechnet die 7,8 ha ehemaligen städtischen Erholungswald am Lübbesee zu Sonderkonditionen erwerben, um daraus einen Wirtschaftswald mit mindestens 300% sofortiger Rendite zu machen.

Zu DDR-Zeiten wurde für den Bau des FDGB-Ferienheimes ein Teil dieses Stadtwaldes für den Baugrund und 7,8 ha Erholungswald beansprucht. Der Staatliche Forstwirtschaftbetrieb Templin wurde gezwungen, dieses Land dem FDGB zu übereignen.

Mit dem Beitritt zur BRD wurde 1990 der zu dieser Zeit dem FDGB gehörende Erholungswald dem Bund zur Verwertung übertragen.

"Jetzt soll ausgerechnet dieses, der Stadt Templin zwangsweise genommene Eigentum durch die Bodenverwertungsgesellschaft BVVB an einen Großgrundbesitzer verkauft werden. Noch stehen 80 000 ha Wald zur Privatisierung an. Davon noch 10 200 ha in diesem Jahr. Es muss doch möglich sein, diesem potentiellen Käufer daraus zu bedienen und der Stadt Templin ihr uraltes Gemeingut kostenlos oder zu einem symbolischen Preis zurückzugeben. Der Erholungswald ist bestockt mit einem vorratsreichen 157 Jahre altem Kiefernwald und einem 91 Jahre altem Buchenunterbestand. Der Vorrat setzt sich aus 349 Vfm Kiefer und 244 Vfm Buche zusammen. In diesem Falle sollte zwar keine Trennung in Wald für 'Holz und Gemüt' vorgenommen werden, aber für eine kleine Stadt wie Templin wäre die Rückgabe auch ein wirtschaftlicher Faktor," so die Worte des Forstwirtschaftsexperten.

Mit Protestschreiben hat er sich an das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg und an den Lychener Henryk Wichmann, Abgeordneter der CDU-Fraktion im Landtag, gewandt. Zugleich ergingen detaillierte Informationen an die Massenmedien, wie z. B. an die ZDF-Redaktion "Frontal 21".

Bleibt zu wünschen und zu hoffen, dass solche Deals wie auch weitere der Öffentlichkeit durch die Medien bekannt gemacht werden!

Wald und Seen sollten dem Gemeinwohl dienen und nicht Objekt des Profits sein!

Siehe dazu auch die Dokumentation zum Waldverkauf link und Aufschlussreicher ZDF- Beitrag "Beutezug Ost" .

 

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Tuesday, 15. june 2010 2 15 /06 /Juni /2010 17:31

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Die Organisatoren des diesjährigen "Queer Days Festivals, das als Auftaktveranstaltung des Christopher Street Days (CSD) im Land Brandenburg in Templin stattfand, haben mir freundlicherweise jetzt Fotos von der Eröffnung auf dem Marktplatz zugesandt. Ich habe sie dem Artikel Die Regenbogenfahne - Symbol für Toleranz  zugefügt. Schaut sie Euch mal an!

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Sunday, 30. may 2010 7 30 /05 /Mai /2010 08:13

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Seit Sonnabend weht die Regenbogenfahne als Zeichen für Toleranz und friedliches Miteinanderleben aller Menschen unserer Gesellschaft auf dem Templiner Marktplatz. Zum dritten Mal ist die Stadt Veranstaltungsort für das "Queer Days"-Festival. Der Verein "UM Queer" e. V., die Community für Schwule und Lesben in unserer Region hat zu diesem überregionalen Ereignis in die Kurstadt eingeladen. In Zusammenarbeit mit zahlreichen Einrichtungen aus Templin und Brandenburg bietet ein abwechslungsreiches Programm für Schwule und Lesben und deren Angehörige und Freunde die Möglichkeit zum besseren Kennenlernen und zum Gedankenaustausch mit Allen, denen ein tolerantes Zusammenleben und Achtung anderer Interessen, Auffassungen und Lebensgewohnheiten am Herzen liegt. Deshalb sind alle interessierten Einwohner und Gäste der Region zu allen Veranstaltungen willkommen. Das diesjährige "Queer Days"-Festival ist die Auftaktveranstaltung des "Christopher Street Day" (CSD) im Land Brandenburg unter der Schirmherrschaft des Brandenburgischen Sozialmininisters Günter Baaske. Vertreter der Landesregierung waren am Sonnabendvormittag auf der Eröffnungskundgebung dabei, als die Regenbogenfahne gehisst wurde. Ich traf leider zu spät auf den Templiner Marktplatz ein, um Fotos von der Kundgebung aufzunehmen, weil ich kurz zuvor eine Stadtführung in Lychen hatte. So blieb mir vorerst nur dieses Bild. In einem freundschaftlichen Gespräch mit denOrganisatoren wurde mir allerdings zugesagt, mir Fotos per Mail von der Kundgebung zu senden. Wenn es klappt, werde ich sie hier hinzufügen. Ich finde es gut, dass der Templiner Verein "UM Queer" so initiativreich ist und für modernes, zeitgemäßes Denken und Handeln in unserer Region eintritt. Dafür wünsche ich ihm weiterhin  Zivilcourage und viele gute Ideen! Weitere Informationen sind zu finden unter  www.queerdaysfestival.de .

Und hier einige der Fotos, die mir die Organisatoren des Festivals per Mail übermittelt haben:

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100 0464 100 0463100 0455100 0466

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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