Das Brahma-Huhn. Stolzer Gigant unter den Hühnerrassen

 Ein Beitrag von meinem Naturfreund und Tierliebhaber Roland aus Berlin mit bestem Dank von mir!

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Foto; Daniela Dietrich.

 

Brahmas sind die „Riesen“ in der Hühnerwelt. In Ihrem Erscheinungsbild verkörpern die Brahma ein Huhn mit Mut und Kraft, hervorgerufen durch ihre Größe dem massigen Körper und dem breiten mittel hohen Stand. Sie zeigen lebhaftes Temperament, eine herausfordernde Haltung und einen kühnen Blick. Ihre Kopfform ähnelt der eines Adlers. „Riesen“ Brahma sind sehr voll befiedert und wetterhart. Sie bezaubern mit Ihrer massigen Statur, ihren befiederten Beinen und Zehen ( belatschte Läufe ). Diese Rasse ist sehr ruhig und zutraulich. Die Hähne zeigen sich majestätisch, was auch gerne den Begriff „Könige unter den Hühnerrassen „ hervorruft.

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Foto: Daniela Dietrich.

Das Brahmahuhn kommt ursprünglich aus der Gegend des Brahmaputra-Flusses in Indien, der im Gebiet des Himalayas fließt und schließlich in den Ganges mündet. Es gilt als Kreuzungsprodukt zwischen den Hühnerrassen Cochin-, Malaien- und Chittagong, die in Nordamerika erstmals um 1850 als Rasse erfasst wurde.

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Interessant ist, dass schon 1872 ein Kükentransport von Amerika nach England möglich war und die Brahmas per Schiff so weit transportiert wurden! Königin Victoria von England erhielt von einem Mr. Burnham 2 Hähne und 7 Hennen und war begeistert von diesen tollen Tieren.

Nachdem man nun zu Hofe diese gigantischen und behäbigen Tiere bestaunen konnte verbreitetet sich das " Brahma Fieber" rasend schnell und schon bald gab es in England kaum einen Ort in dem keine Brahmahühner zu finden waren.

Die Einführung in Deutschland war ähnlich der in England. Wieder war es ein hoher Staatsbediensteter der sich Exemplare schicken lies. Konsul P. Geisse in Nürnberg erhielt von seinem Vater aus Philadelphia! Schwarz-weißcolumbiafarbige Brahmas.

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Diese sehr große und äußerst kräftige Rasse, die ein selbstbewusstes und sehr aktives Verhalten an den Tag legt wurde ursprünglich als Fleischrasse genutzt. Mit dem Aufkommen spezialisierter Fleisch- und Legerassen geriet das Brahma in Vergessenheit.

Beim Fliegen tun sich Brahmas aufgrund ihrer kurzen Flügel schwer. Springen ist allerdings gar kein Problem: Bis zu zwei Meter hoch kann sich ein Brahmahahn mithilfe seiner starken Läufe in die Höhe katapultieren. Brahmahühner sind ausgezeichnete Jäger: Mäuse werden in Sekundenschnelle erlegt und gefressen.

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In Gefahrensituationen verhält sich das Brahma anders als seine Verwandten. Während die Stammform unserer Haushühner, das Bankiva-Huhn bei Gefahr flüchtet, bleiben Brahmas wie angewurzelt stehen, drehen den Kopf schräg und fokussieren den Angreifer, eine Respekt einflößende Taktik!

1-2-Brahma--rebhuhnfarbig-gebandert.jpgBrahma-Kuken--ca.-6-Wochen-02.jpg

Mittlerweile werden die Brahma bei uns in Deutschland in 9 anerkannten Farbschlägen gezüchtet:

-weiß-schwarzcolumbia

-gelb-schwarzcolumbia

-gelb-blaucolumbia

-silberfarbig-gebändert

-rebhuhnfarbig-gebändert

-blau rebhuhnfarbig-gebändert

-blau silberfarbig-gebändert mit Orangerücken

-schwarz

-blau

Gewichte: Hahn: 3,5-5 kg, Henne: 3-4,5 kg

Bruteier-Mindestgewicht: 53 g

Schalenfarbe der Eier: Gelbbraun, besser gelbrot

Legeleistung im Jahr, ca. 140 Eier