Im Nebel über den Großen Lychen-See

Veröffentlicht auf von anais

Im Nebel über den Großen Lychen-See

Am Sonntagvormittag startete ich um 8.00 Uhr meine Fahrt mit dem Boot über den Großen Lychensee bis zum Buchenwinkel.Der Wetterbericht hatte einen warmen, sonnigen Tag angekündigt. Ich wollte einmal nachschauen, ob dort der letzte Sturm Verwüstungen angerichtet hat. In unseren Wäldern wurden vor allem Laubbäume aus der Erde gerissen. Mit ihrem vollen Laub boten sie dem orkanartigen Wind volle Angriffsflächen. Selbst krätige, alte Buchen hielten solcher Gewalt nicht stand.

Als ich vom Ufer am Stadtsee ablegte, lag die Stadt voll im Nebel, ein ungewohntes Panorama. Der dichte graue Nebelschleier ließ See und Ufer gespenstig erscheinen. Kirchturm und Häuser schienen weit entfernt zu sein. Ich mag solche Momente, wenn sich die Natur mit ungewohnten Bildern zeigt ohne Sonnenschein in mystischem Halbdunkel. Ich nahm mir Zeit, ruderte ohne Anstrengung aber beständig, weil ich wusste, dass ich wohl eine Stunde brauchte, um über die stillen Wasser des Stadtsees und des Großen Lychens bis an das andere Ende zu gelangen. Der größte unserer sieben Seen schien im Nebel weiter und uferlos zu sein. Bald bemerkte ich, dass ich nicht allein auf dem Wasser war. Angler saßen bewegungslos in ihren Booten und warteten geduldig auf ihr Glück. Bald hatte ich das Große Werder mit seinem Haus aus der Pannwitz-Zeit zu meiner linken Bordseite. Die längste Strecke war geschafft, und es fehlten nur noch ein paar hundert Meter bis zu meinem Landplatz in der kleinen Bucht am Rande des Buchenwinkels.

Als ich das Boot mit seiner Spitze aufs Land gezogen hatte, bot sich mir endlich wieder ein farbiger Anblick. Das Laub der Buchen leuchtete hell selbst in diesem fahlen Tageslicht. Ich streifte eine Weile durch den nicht bewirtschafteten Buchenwald. Der Sturm hatte hier nur wenig Schaden angerichtet. Ich entdeckte nur zwei Buchen am Sumpf, die Opfer des Sturmes geworden waren. Außer einer Handvoll Pfifferlinge fand ich keine anderen essbaren Pilze. Der große weiße Schwamm am Baumstamm ist wahrscheinlich ein Stachelbart (Hericium). Nach dem kleinen Streizug durch den Wald kehrte ich zurück zum Boot und ruderte heimwärts zu meinem Stadtsee. Erst am Nachmittag hatte sich der Nebel gelichtet, und wir hatten strahlenden Sonnenschein mit Temperaturen um die 20 Grad C.

Dans la brume sur le grand lac Großer Lychen-See

Le dimanche matin, j'ai commencé mon voyage en bateau sur le Grand Lychensee à la péninsule Buchenwinkel à 8 heures du matin. Le bulletin météo annonçait une journée chaude et ensoleillée. Mon intention était que j'ai voulu voir si la dernière tempête avait ravagé le bois des hêtres. Dans nos forêts, en particulier, des arbres à feuilles caduques ont été arrachés de la terre. Avec leur feuillage complet, ils ont offert des zones d'attaque complètes aux vents. Même les vieux et fortes hêtres n'ont pas résisté à une telle violence.

Quand j'étais dans mon bateau sur le lac, la ville était pleine de brume, un étrange panorama. Dans le voile épais et grisâtre du brouillard, le lac semblait fantomatique. La tour de l'église et les maisons semblaient être loin. J'aime ces moments où la nature se présente avec des images insolites sans soleil dans la demi-obscurité mystique. Je me suis donné du temps, j' ai ramé sans effort, mais continuellement, parce que je savais que j'avais probablement besoin d'une heure pour traverser les eaux calmes du lac de la ville et du lac Großer Lychen jusqu' à l'autre bout. Le plus grand de nos sept lacs semblait être plus loin et sans bornes dans le brouillard. Bientôt j'ai remarqué que je n'étais pas seul sur l'eau. Des pêcheurs étaient silencieux dans leurs bateaux en attendant patiemment leur bonheur. Bientôt j'ai eu la grande île Pannwitz-Insel avec sa maison à mon côté gauche du bateau. J'avais réussi la plus longue distance et seulement quelques centaines de mètres restaient encore jusqu' à  la petite baie au bord de la péninsule des hêtres où je voulais sortir du bateau..

Quand j'avais tiré le bateau vers le rivage, j'ai enfin revu une vue colorée. Le feuillage des hêtres brillait même dans cette lumière pâle. J'ai parcouru la forêt pendant un certain temps. La tempête avait causé peu de dégâts. Je n'ai découvert que deux hêtres dans le marais, victimes de la tempête. Sauf une poignée de chanterelles, je n'ai trouvé aucun autre champignon comestible. La grande éponge blanche sur le tronc d'arbre est probablement un hydne ou une barbe aiguillonnée (hericium).

Après la petite promenade à travers le bois, je suis retourné au bateau et ramé à la maison vers mon lac de ville. Ce n'est que l'après-midi que le brouillard s'est dissipé et que nous avons eu un soleil radieux avec des températures autour de 20 ° C.

Im Nebel über den Großen Lychen-See
Im Nebel über den Großen Lychen-See
Im Nebel über den Großen Lychen-See
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Archi 10/18/2017 00:51

Hallo lieber Joachim

Wenn man mit innerem Einverständnis manche Waldwurzeln überschreitet, öffnet sich im nächsten Jahr ein besonderes Welt-Törchen.

Das nächste Jahr wird dir damit inneres Glück bringen, also besondere Ruhe, Ausgeglichenheit und Liebe zu dir selber.

Gute Nacht
Uli

anais 10/18/2017 08:06

Guten Morgen Uli,
das ist mystisch-spirituell. Das interessiert mich. Ich müsste wissen, welche Waldwurzeln das sind. Die Buchen sind meine liebsten Bäume im Wald. Vielen Dank.
Ich wünsche Dir einen schönen Tag!
LG Joachim

Katharina vom Tanneneck 10/17/2017 22:07

Hallo Joachim,
ich mag solche nebligen Bilder sehr gerne. Wir hatten in diesem Herbst auch schon einige Nebelschwaden bei uns. Der Sonntag war allerdings noch einmal fast ein Sommertag. Sicher hat der Nebel mit den Seen zu tun. Danke für die schönen Nebel- und Herbstbilder.
Liebe Grüße,
Katharina

anais 10/18/2017 08:11

Guten Morgen Katharina,
durch die Sonnenstrahlen am Tage wird das Seewasser so stark erwärmt, dass es am kühlen Morgen dann dampft. Obwohl es an den letzten Tagen nicht geregnet hat, ist morgens an der Erde alles feucht. Mir ist dieses Wetter sehr angenehm, und ich hoffe, dass es danach nicht allzu kalt wird. Es gibt ja noch 'ne Menge zu tun.
LG Joachim

Nell 10/17/2017 15:44

Bonjour Joachim,
j'ai ressenti un vrai plaisir à la lecture de votre récit et plus encore à la vue de ces magnifiques photos. Que j'aime la brume, moi aussi. Nous n'avons eu qu'une matinée de brume chez nous, car il fait encore très chaud les après-midi. Un réel bonheur de vous avoir accompagné. Belle journée et gros bisous

anais 10/17/2017 17:47

Bonsoir chère Nell,
le fort brouillard n'arrivera normalement qu'en novembre. Il est cependant ici maintenant aussi très chaud pendant la journée avec beaucoup de soleil. Je travaille tous les jours dans le jardin.
Un proverbe des jardiniers dit chez nous: "Au printemps on voit l'automne".
Bonne soirée!
Gros bisous!
Joachim

Archi 10/16/2017 17:50

Guten Abend Joachim
Es tut mir sehr leid, dass bei euch Sturm war. Manchmal macht die Natur dafür Platz für neue Bäumchen. Ich hoffe, dass niemand verletzt wurde.

Deine Bilder sind sehr tiefsinnig und wunderschön. Die Seeaufnahmen zeigen fast eine stille Traurigkeit. Es muss berauschend gewesen sein, so nah und doch gleichzeitug so fern zu sein.
Dein Eintrag erinnert mich an ein besonderes Lied 'Melancholie im September'
Man könnte meinen, dass es ein Abschied vom Sommer sei.
Hier bitte_ https://youtu.be/HTs3ynXOfvU

Deine Waldbilder sind so viel schöner Wald. Besonders das 6. Bild von unten gefällt mir besonders.
Fühle dich ein wenig von mir gedrückt.

liebe Grüße Uli

anais 10/17/2017 17:57

Guten Abend liebe Uli,
das schöne Septemberlied hat sehr meine Seele bewwegt. Es ist ein Lied der Sehnsucht. Wenn ich in solch' stiller Natur über den großen See fahre, kommen mir so manche Gedanken der Sehnsucht. Das verschwindet dann wieder, wenn ich über die Wurzeln im Wald steigen muss. Vielen Dank für den schönen Kommentar.
LG Joachim

Marina 10/16/2017 14:02

Hallo Joachim,

das sind sehr stimmungsvolle Bilder der Ruhe, vielleicht mit etwas Melancholie versehen. Es wirkt schon ein bißchen novembrig.
Heute gibt die Sonne bei strahlendem Himmelblau alles :-)) , wir haben den Goldenen Oktober mit spätsommerlichen Temperaturen.
So gegensätzlich schön kann der Herbst sein.

Vieke Grüße, Marina

anais 10/17/2017 18:06

Guten Abend Marina,
ich verbringe jetzt wieder viel Zeit bei der Arbeit im Garten. Ein Gärtner-Sprichwort sagt: "Im Frühling erkennt man den Herbst".
Beste Grüße
Joachim

virjaja 10/16/2017 12:44

j'aime beaucoup cette brume, ça donne un air mystérieux au paysage... étonnant ce champignon! bisous Joachim. cathy