Heimliches Leben in den Moais

Veröffentlicht auf von anais

Heimliches Leben in den Moais

Vor wenigen Tagen setzte ich mich schon am frühen Nachmittag ins Auto, um in den Norden von Lychen, in die Springstraße zu fahren, wo mein Freund und surrealistischer Künstler Uwe Jähnichen seine Moais aus dicken Baumstämmen schnitzt. Uwe hatte nämlich Geburtstag. Ich wollte ihm gratulieren. Als ich auf den Hof angelangt war und nach ihm Ausschau hielt, kam er sofort herangelaufen. Ehe ich ihm das kleine Geschenk übergeben konnte, winkte er mir zu und rief: "Komm' mal mit. Ich zeige Dir etwas, was Du noch nicht gesehen hast!" Ich war erstaunt und vergaß dabei erst einmal den Glückwunsch zum Geburtstag.

Ich lief hinter ihm her zu der Remise, wo er seit einiger Zeit Holzstämme. Pappel, gelagert hatte. Er hatte sie mit Planen überdeckt. Unter dem Dach der Remise war es ziemlich dunkel. Uwe leuchtete mit der Taschenlampe auf die Stämme: "Heute morgen habe ich die Planen abgenommen, um mir den Zustand der Moais anzuschauen. Ich hatte sie grob vorgeschnitzt und erst einmal liegen gelassen. Schau mal, wer sich hier angesiedelt hat!" Oh", staunte ich, "diese Pilze sehen so aus, als wären es wieder Shitake." Vergangenen Herbst hatte ich den Pilz auf Baumstämmen im Wald gefunden. Ich schaute sie mir näher an und kam aus meiner Verwunderung und Bewunderung nicht heraus. Am Stammende waren sie ausgewachsen, sehr groß und braun. Die jungen Pilze waren unter dem Schutz der Plane blass geblieben. "Ich nehme einen Großen und einen Kleinen mit zum Pilzberater. Mal sehen, ob er den Pilz als Shitake bestätigt." Uwe war einverstanden und winkte wieder: "Komm' mal nun mit zu den Apfelbäumen. Dort stehen noch andere Pilze." Und wirklich - am Fuße des wohlschmeckenden "Cosino"-Apfels stand eine Gruppe brauer, schuppiger Pilze. Auch davon schnitt ich einen ab und legte ihn in den Korb.

Danach kehrten wir in das Wohnzimmer ein. Ich übergab Uwe das Geschenk. Jutta hatte bereits denTisch gedeckt. Wir ließen es uns bei gutem Kaffee und einer Apfel-Creme-Torte gut gehen und hatten gemeinsam einen schönen Nachmittag.

Am nächsten Vormittag fuhr ich zu unserem Pilzberater, einem Biologen.Er bestätigte den Shitake-Pilz. Der andere ist der Sparrige Schüppling (Pholiota squarrosa). Er ist nicht giftig aber ungenießbar.

Morgen werde ich Uwe fragen, ob er die Shitake-Pilze essen möchte...

Die Situation hatte sich am 09. 11. geändert. Dank des Kommentars eines guten Pilzkenners handelt es sich nicht um den Shitake-Pilz sondern um den Pappelschüppling. Siehe dazu: http://www.123pilze.de/DreamHC/Download/Pappelschueppling.htm

Vie secrète dans les Moais

Il y a quelques jours, je me suis assis au début d'après-midi dans la voiture pour conduire vers le nord de Lychen, à la rue Springstraße où mon ami et artiste surréaliste Uwe Jähnichen sculpte ses Moais de troncs d'arbres épais. Uwe a eu son anniversaire. Je voulais le féliciter. Quand je suis venu à la cour pour le chercher, il est venu immédiatement. Avant de pouvoir lui offrir le petit cadeau, il me salua et cria: «Viens avec moi, je te montrerai quelque chose que tu n'as pas encore vu!" J'ai été étonné, oubliant les félicitations d'anniversaire.

Je courus après lui à la remise, où il avait déposé depuis quelque temps des troncs, bois de peuplier. Il les avait couverts de bâches. Sous le toit de la remise, il faisait assez sombre. Uwe illuminait les troncs avec la lampe de poche: « Ce matin,j'ai pris les bâches pour regarder l'état des Moais. Regarde, qui s'est installé ici!"  » Oh«, j'ai été surpris, » ces champignons semblent d' être des shiitakes. « L'automne dernier, j'avais trouvé des champignons similaires sur des troncs d'arbres dans la forêt. Je les regardais de plus près et je ne sortis pas de mon étonnement et de mon admiration. À la fin du tronc d'arbre ils avaient grandi, très grands et bruns, tandis que les jeunes champignons étaient restés pâles sous la protection de la bâche. "Je prends un grand et un petit pour consulter l' expert de champignons. Voyons s'il confirme le champignon comme un shitake." Uwe a accepté et a agité à nouveau: "Allons maintenant aux pommiers. Il y a encore d'autres champignons « Et vraiment - au pied du ». Cosino «  était un groupe de champignons écailleux et brun. J'ai aussi coupé un gros champignon et l'ai mis dans le panier.

Puis nous sommes allés dans le salon. J'ai donné le cadeau à Uwe. Jutta avait déjà couvert la table. Nous avons eu un bon café et une tarte à la crème aux pommes. Ensemble, nous avons eu une belle après-midi.

Le lendemain matin, je suis allé chez notre expert de champignons, un biologiste. Il a confirmé le champignon shitake. L'autre est Pholiota squarrosa. Il n'est pas toxique mais immangeable.

Demain, je demanderai à Uwe s'il veut manger les shitakes ...

La situation avait changé le 11 septembre. Grâce au commentaire d'un bon connaisseur de champignons, ce n'est pas le champignon shitake. Voir:

http://www.123pilze.de/DreamHC/Download/Pappelschueppling.htm

Heimliches Leben in den Moais
Heimliches Leben in den Moais
Heimliches Leben in den Moais
Heimliches Leben in den Moais
Heimliches Leben in den Moais
Heimliches Leben in den Moais
Heimliches Leben in den Moais
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:

Kommentiere diesen Post

Katharina vom Tanneneck 10/20/2017 23:23

Hallo Joachim,
es ist unglaublich aber wie Nell schon sagt, Holz lebt auch wenn der Baum gefällt wurde. Holz braucht Jahre bis es gut abgelagert ist.
Die Pilze könnt Ihr doch gemeinsam in einem guten Gericht verwenden und anschließend verspeisen. Du hast ja immer sehr gute Rezepte parat.
Liebe Grüße,
Katharina

anais 10/21/2017 07:50

Guten Morgen Katharina,
das stimmt. Die Vitalstoffe sind solange im Holz, bis es zersetzt ist. Für die Zersetzung sorgen u. a. die Baumpilze. Ich muss heute mal hören, ob Jutta und Uwe die Pilze essen möchten. Er hat ja auch noch den Schneepilz auf dem Hof. Den habe ich vergessen zu fotografieren.
G Joachim

BG 10/20/2017 21:31

Hallo Joachim,

gutes Essen ist immer ein Kunstwerk. Bei dem Holzstück kann man wohl einige Jahre ernten wenn man regelmäßig gießt. Essbare Kunst so zusagen.

viele Grüße BG

PS: Es lohnt sich immer wieder eine gute Kamera dabei zu haben.

anais 10/21/2017 07:54

Hallo BG,
klar. ein guter Koch ist ein Künstler, denn es kommt nicht nur auf den Geschmack an sondern das Auge ist auch mit. Uwe wird die Stämme weiter zu Ende schnitzen wollen. Und am Ende imprägniert er sie. Das ist dann auch das Ende der Shitakes.
Beste Grüße
Joachim

Nell 10/20/2017 14:11

Ces champignons se sont nourris de l'arbre. C'est très étrange et je n'avais jamais vu cela sur des tranches de bois. On dit que le bois vit, même après l'avoir abattu et tronçonné, c'est vrai. Belle journée, excellent week-end et gros bisous, mon cher Joachim.

anais 10/21/2017 08:07

Bonjour, chère Nell,
c'est en fait exactement comme vous écrivez. Le tronc d'arbre conserve sa vitalité pendant longtemps. Ces champignons vivent et décomposent le bois. Uwe continuera à sculpter le bois. Mais ce sera la fin des champignons. Très malheureux.
Merci pour le commentaire.
Beau week-end!
Gros bisous.
Joachim

Archi 10/20/2017 10:14

Guten Morgen Joachim

Was eine Überraschung, die Ihr gemacht habt. Eine kleine Apotheke in eigenem Garten. Die Natur ist besonders erfinderisch. Wie mögen denn die Sporen dort hingekommen sein ?
Einen lebenden Shitake hab ich noch nie gesehen. Im Geschäft sehen sie immer rundlich und verschrumpelt aus.
Das sind tolle Bilder. Vielen Dank

lg Uli

anais 10/21/2017 07:58

Guten Morgen Uli,
ich wusste vorher auch nicht, dass Shitakes eine solche Größe erreichen können. Es ist ein sehr guter Pilz mit besten Eigenschaften für die Gesundheit von Mensch und Tier, also - wie Du schreibst, eine kleine Apotheke. Uwe wird die Stämme zu Ende schnitzen wollen. Das ist dann leider das Aus für die Shitakes.
LG Joachim