Hurra, die Totentrompete ist da!

Veröffentlicht auf von anais

Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides).
Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides).

Jetzt, wenn im Buchenwald die ersten gelben Blätter fallen, beginnt die "Blütezeit" der Totentrompete. Etwas weniger spektakulär ist die Bezeichnung "Herbsttrompete". Wenn ich von der "Blütezeit" spreche, so deshalb, weil der Pilz bei günstigen Witterungsbedingungen ganze Hügel und Flächen auf der nach Süden zur Sonne ausgerichteten Seite mit dunkelbraunen Sträußen bedeckt. Die Totentrompeten erscheinen zu mehreren gleichzeitig in Büschelform. Ich suche den mit dem Pfifferling verwandten Pilz schon seit einigen Jahren im Herbst. Im Oktober 2010 erschien er in großen Mengen. Ich habe damals Fotos gemacht und ein Portrait über ihn geschrieben.

Siehe hier:http://www.anais2317.com/article-die-totentrompete-ein-portrait-58370433.html

Als ich vor ein paar Tagen mit dem Fahrrad auf Suche ging, lenkte ich mein Gefährt wieder zu der mir bekannten Stelle an den Hügeln. Dort aber war nichts zu sehen. Mag sein, dass die Trompeten sich an diesen, von den Kronen der Buchen beschatteten Flächen erst später zeigen. Noch ist eine Weile Herbst. Dann jedoch, direkt am Wegesrand traf ich auf eine richtige Kolonie. Genau da schien nämlich die Sonne drauf. Selbst im angrenzenden Waldbereich standen sie üppig. Ich sammelte zwei Körbe voll, einen für mich und den anderen für meine Naturfreunde Benedix. Nicht zuletzt auch deshalb, weil das genau der Ort ist, an dem mir Horst zum ersten Mal die Totentrompeten zeigte.

Die Ernte war gut. Die meisten davon liegen noch ausgebreitet zum Trocknen. Eine Portion aber habe ich gleich am nächsten Tag in Olivenöl, mit Zwiebeln und Ei gebraten. Ein feiner Pilz für ein vollwertiges Mittagessen. Gut geeignet für alle Gemüsegerichte und auch für die asiatische Küche.

Hurra, die Totentrompete ist da!
Hurra, die Totentrompete ist da!

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Katharina vom Tanneneck 10/17/2014 23:28

Hallo Jochim,

das ist ja wieder ein Fund, der ganz fantastisch ist und auch noch ein schmackhaftes Essen für Dich ergab. Ich bewundere Dich, wie Du alle Pilze so erkennst.

Wir haben sehr viele Pilze auf unserer Wiese aber da ich sie nicht kenne, traue ich mich auch nicht sie zu essen. Vielleicht sind ja noch welche da, wenn Du uns besuchst und dann kann ich von Dir lernen, wie immer.

Das Bild mit den Pilzen sieht ganz fantastisch aus! Aber natürlich auch Dein zubereitetes Essen würde ich jetzt gerne vor mir stehen haben. Lach!

Liebe Grüße, Katharina

Katharina vom Tanneneck 10/20/2014 20:43

Hallo Joachim,

Du kennst Dich wirklich aus. Es werden nämlich immer weniger Pilze. Egal, wir machen es uns trotzdem gemütlich.

Liebe Grüße, Katharina

anais 10/20/2014 13:44

Hallo Katharina,
vielen Dank für all' das Lob. Ich hoffe, wir sehen noch die Pilze auf Deiner Wiese, wenn wir bei Euch angekommen sind.
LG Joachim

Archi 10/16/2014 20:21

Guten Abend Joachim

Schade, dass ich zu dumm für Pilzerkennung bin.
Durch das warme und feuchte Wetter gibt es hier massenweise tolle Fruchtstände, aber ich trau mich nicht sie zu pflücken oder erst recht nicht sie zu essen.
Selbst wenn ich nach deinem Buch vergleiche, bin ich noch unsicher.

Dein Craterellus erinnert mich äußerlich an die Mu-Err. Diese gehören aber zur Ordnung Auricularia.
Kannst du die Herbstrompete auch trocknen ?

Mich würde dazu interessieren, wer dir die Pilzkunde gelernt hat, bzw du dir das gelernt hast.
Vielleicht magst du mal darüber schreiben.

Wie wird man sicher, wenn doch so viele Pilzchen gleich aussehen ?

Dein Teller sieht sehr lecker aus :-)

lg Uli

anais 10/20/2014 13:42

Hi Uli,
klar. Ich bin doch vorsichtig.
LG Joachim

Archi 10/17/2014 17:52

Guten Abend Joachim

Vielen Dank für deine Erklärung. Gut, dass du nicht drauflos genascht hast, sondern Unterstützung gesucht hattest :-)

lg Uli

anais 10/17/2014 17:34

Guten Abend Uli,
die Herbsttrompeten eignen sich sehr gut zum Trocknen. Nach dem Trocknen sollte das glas noch offen stehen und öfter geschüttelt werden, damit alle feuchtigkeit rausgeht und der Pilz nicht schimmelt.
Die ersten Pilzwanderungen habe ich mit meinem Vater per Fahrrad in die hohenlychener Wälder gemacht. Mit ihm habe ich aber nur Pfifferlinge, Maronen und Steinpilze gesammelt, vielleicht noch Grünlinge und Krause Glucken. Andere essbare Pilze kannte er nicht. Die übrigen Kenntnisse habe ich mir selbst erworben und mit Naturfreund Horst Benedix im Laufe der vielen Jahre. Ich habe die Funde mit den Beschreibungen im Pilzbuch verglichen. bin aber bei jedem neuen Pilz erst noch zum Pilzberater gegangen, bevor ich ihn gegessen habe. Mir reichen jetzt diese, die ich kenne.
Ich wünsche Euch einen angenehmen Abend.
LG Joachim

BG 10/16/2014 19:20

Hallo Joachim,

die Bilder sind echt klasse geworden.
So Lebensecht, dass ich fast geneigt bin direkt hinein zu beissen.

Gruß
BG

anais 10/17/2014 17:25

Hallo BG,
das freut mich. Vielen Dank. Vielleicht kommst Du mal in den Genuss hineinzubeißen.
Gruß Joachim