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Mittwoch, 10. februar 2010 3 10 /02 /2010 18:06
Templin, Tore 2 006
1764 erhielt Templin sein viertes Stadttor am Ausgang der Oberen Mühlenstraße. Der Beweggrund für die Öffnung der Stadmauer an dieser Stelle war die zu der Zeit erfolgte Einebnung der Wallanlagen und die Umgestaltung der neu gewonnenen Flächen vor der Mauer in Gärten. In Straßenbreite wurden ein Teil der Stadtmauer und ein Wiekhaus niedergerissen. Zwei Torpfeiler im barocken Stil und das auf dem Foto sichtbare Akzisehäuschen wurden errichtet. Im Akzisehäuschen saß der Torschreiber und kassierte für die Einfuhr von Waren und Produkten in die Stadt. Viele Templiner legten vor dem Neuen Tor ihre Gärten an, und die Stadtväter versprachen sich von der Einfuhr der Gartenprodukte lohnende Zolleinnahmen. Die Händler hatten hier ihre Kreuzer und Groschen abzuliefern. Die barocken Pfeiler des Tores wurden 1960 abgerissen wegen des zunehmenden Verkehrs, Ab 1994 war das Akzisehaus Sitz der Templiner Tourismus-Information, die sich allerdings jetzt im alten Rathaus auf dem Marktplatz befindet.

von anais - veröffentlicht in: Interessantes aus Templin und Umgebung
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Dienstag, 9. februar 2010 2 09 /02 /2010 20:46
Weil dort draußen die Landschaft ihr Anlitz partout nicht ändern will und in monotonem Weiß mit schwarzen Flecken verharrt, möchte ich wenigstens meine Seite in den hoffentlich restlichen Wochen des Winters ab und zu mit Farben und Formen versehen, die unsere Augen in natura allerdings erst im Mai/Juni erfreuen. Die Iris in ihren zahlreichen Gattungen, Arten und Züchtungen ist wohl unübertrefflich in ihrer Vielfalt an Formen, Farben und Zeichnungen. Hier eine Miniauswahl, die für sich spricht und keines weiteren Kommentars bedarf:

blumen-009.jpgblumen-008.jpgblumen-002.jpg006jpeg_500-x-500-100KB-Kopie-1.jpg002.jpg004jpeg_500-x-500-100KB.jpg006.JPG013.JPG009.JPG001.jpg
von anais - veröffentlicht in: Grüße zur Woche
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Montag, 8. februar 2010 1 08 /02 /2010 19:00
Franzoseneichen-008.JPG

Da steht sie nun, die Lychener Kindergärtnerin, umringt von ihren Schützlingen im Friedrich-Ebert-Park. Ihre schneebedeckten Schultern scheinen Engelsflügel zu sein. Und mit Engelsgeduld trägt sie aus dem Buch vor. Sie liest. Aber vielleicht singt sie? Ob es ein Frühlingslied ist? Die Mädchen und Jungen würden sich wohl freuen bei einem frohen Gesang über laue Winde und zarte Blüten. Es scheint mir nicht so zu sein. Etwas kläglich schauen sie zu ihrer klugen Beschützerin herauf und versuchen, sich an sie zu schmiegen. Zu allem Überdruss hält sich die Kleine sogar die Ohren zu. Weiße Pudelmützen tragen sie auf den Köpfen. Es sieht so aus, als würden sie frieren. Aber bewundernswert, wie sie bei Eis und Frost ausharren und zitternd und bangend voller Hoffnung auf wärmende Sonnenstrahlen warten. Und noch niemand hat sich gefunden, um ihnen ein Mäntelchen umzulegen!!
von anais - veröffentlicht in: Interessantes über Lychen und Umgebung
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Sonntag, 7. februar 2010 7 07 /02 /2010 08:57
KohlmeiseSchnee.JPG

Foto: RoseM.
 

  
    "Kohlmeisenlied"


Ganz oben in der Erle,

da singt ein Meisenhahn

das Lied vom "Frühling, Frühling",

der neu wird aufgetan.

Liegt auch in weiten Landen

noch sehr viel Schnee und Eis,

der Winter geht zu Schanden,

weil es die Meise weiß.

Drum singt sie ruhig weiter

ihr kleines Liebeslied

vom "Frühling, Frühling, Frühling" -

bis alles wieder blüht.

     
      Herbert Hahn (1901 - 1991), Lenkawa, 1942.


Anmerkung: Herbert Hahn, Vater von RoseM, verfasste u. a. dieses kleine Gedicht, als er mit 40 Jahren als einfacher Soldat und Andersdenkender an die Ostfront geschickt wurde. Immer in der Hoffnung und Zuversicht, dass der Krieg wie der Winter zu Schanden geht und der Frieden wie der Frühling zurückkehrt. 

 

von anais - veröffentlicht in: Gedichte von RoseM - Community: Sprechen durch Schreiben
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Samstag, 6. februar 2010 6 06 /02 /2010 09:43
Abend-am-Stadtsee-001.JPG

Um die schneeweißen, kalten Wintertage ein wenig in meinen Gedanken zu verdrängen, habe ich mich an die warmen, stimmungsvollen Sommerabende am Ufer meines Gartens erinnert, der an dem Lychener Stadtsee liegt. Spätabends liegt er ruhig ohne lärmende, vorübersausende Motorboote da, und der Betrachter hat ihn ganz für sich allein. Manchmal ziehen Paddler oder Kanuten ihre Bahnen durch das Wasser. Hier und dort ein Angler im Kahn oder am Ufer sitzend. Eigentlich wollte ich meinen Hausangler auf den Steg setzen oder Wasserwanderer in den Hintergrund malen. Selbst an den schwarzen Kater Pilli habe ich gedacht, denn der liegt sehr gerne auf dem Steg und beobachtet die leiseste Bewegung. Freunde, vor allem unsere Musikerin Erika Bondzio, haben mir abgeraten: "Nein! Lass' den See in seiner abendlichen Ruhe ganz für sich allein."
Also habe ich die Hinweise beachtet und ihn mit Ölfarben auf Leinwand in seiner abendlichen Stille gemalt. Voller Sehnsucht warte ich auf die warmen Sommertage, um vor der Nachtruhe noch ein erfrischendes Bad zu nehmen und weit in die Abendröte hinein zu schwimmen.
von anais - veröffentlicht in: Kunst von Profis und Laien - Community: Sprechen durch Schreiben
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