Friday, 9. december 2011 5 09 /12 /Dez. /2011 16:30

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Am "Tag der offenen Ateliers" besuchte ich die "Kleine Galerie" der Malerin Renate Trottner in der Rutenberger Straße 1a am Nordrand von Lychen. Die Freizeitmalerin lebt auf einem hübschen Anwesen. Haus und Galerie sind von einem schönen Garten umgeben. Renate Trottner ist gebürtige Lychenerin, lebte lange Zeit in Berlin und ist vor ein paar Jahren wieder in das Haus ihrer Eltern, der Familie Erzgräber, zurück gekehrt. Seit ihrer Jugend malt sie leidenschaftlich gerne. Ihre Arbeiten in Öl und Aquarell geben bezaubernde Landschaften, Blumen, Idylle und Lychener Motive in beeindruckender Schönheit wieder. Auch ihre Handarbeiten sind bewundernswert.

In der "Kleinen GAlerie" wechseln die Ausstellungen in den warmen Jahreszeiten. So hat dort auch die "Pinne"-Kothek", früher am Marktplatz, wieder eine Heimstatt gefunden. Renate Trottner öffnet ihre Galerie von April bis Oktober immer von Do. - So., 10 - 16 Uhr.

Ein Besuch bei der freundlichen Malerin lohnt sich auf alle Fälle. Sie hat mir gestattet, einige Fotos aufzunehmen.

 

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von anais - veröffentlicht in: Kunst von Profis und Laien - Community: Geschichten, Gedanken, Gefühle
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Thursday, 8. december 2011 4 08 /12 /Dez. /2011 17:49

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Kurz nach dem Einmarsch der Roten Armee im April 1945 besetzten die Russen einige Höfe und Gebäude im Ort und richteten dort ihre Verwaltung und Logistik ein. So beschlagnahmten sie auch den Hof des Bauern Helm am Ende der Springstraße.

Juttas Mutter, Lotte Wings, die nicht weit entfernt wohnte, wurde auf diesen Hof zur Arbeit zwangsverpflichtet. Von Beruf Näherin, hatte sie Offiziersuniformen auszubessern und zu flicken.

Auf dem Bauernhof ließen die Offiziere Rinder und Schweine schlachten, die sie in der Umgebung aufgetrieben hatten. Das Fleisch wurde für die Versorgung der Truppe verarbeitet. Aus den fetten Schweineschwarten brieten die Frauen Schmalz aus. Von den Ochsen nahmen sie so gut wie alles, was verwertbar war – nur die Schwänze nicht.

Lotte Wings hatte hungrige Münder zu Hause, die versorgt werden wollten. Auf ihr Bitten erhielt sie die Genehmigung, die Ochsenschwänze mit nach Hause nehmen zu dürfen. Ebenso auch die zu Blöcken zusammen gepressten Schweinegrieben. Fleisch war zu jener Zeit rar, und so freute sich die Mutter über die Ochsenschwänze, weil sich daraus die feinste Suppe zubereiten ließ.

Zu Hause säuberte und wusch sie die Schwänze im Wasser aus dem eigenen Brunnen. Sie wurden anschließend mit Salz, Pfeffer und Lorbeerblatt und vielleicht noch anderen Gewürzen ausgekocht. Das Fleisch löste sie von den Knochen ab und legte es beiseite. Danach wurden klein geschnittene Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Porree aus dem eigenen Garten in der Brühe weich gekocht und anschließend das Fleisch hinzugegeben. So hatte die Familie ein kräftiges Sonntagsessen, wovon andere in der schweren Nachkriegszeit nur träumen konnten.

Jutta war fünf oder sechs Jahre alt. „Ich weiß heute noch, wie gut uns allen die Suppe geschmeckt hatte“, meinte sie, als sie die kleine Episode erzählte. „Und die Schweinegrieben wurden durch den Fleischwolf gedreht. Das ergab immer noch genügend Fett und Griebenschmalz. Mutter war da sehr findig.“

Als Lotte Wings viele Jahre später wieder einmal Ochsenschwanzsuppe zum Mittagessen kredenzte, schmeckte die Suppe ihrer lieben Tochter überhaupt nicht mehr. Da herrschten nämlich wieder bessere Zeiten, als die Gaumen an Braten, Koteletts und Rouladen gewöhnt waren.





von anais - veröffentlicht in: Lychener Stammtisch-Geschichten - Community: Sprechen durch Schreiben
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Wednesday, 7. december 2011 3 07 /12 /Dez. /2011 22:19

Erdmandelsterne 003

Ich habe mich jetzt einmal an die Erdmandeln rangemacht. Immerhin habe ich ein ganzes Netz voll davon geerntet.  Die Ernte der Erdmandeln Die Hälfte davon habe ich vor einigen Tagen 30 Minuten lang gekocht, weil ich mir davon erhoffte, dass sie etwas weicher würden. Danach ließ ich sie wieder trocken werden und habe sie dann Handvoll für Handvoll durch die Mandelmühle gedreht. Das war zwar etwas mühsam, aber es ging ganz gut, weil sie wirklich etwas weicher waren. Das ergab ein fast volles großes Schraubglas voll. Hier eine kleine Probe:

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Heute habe ich mich an das Backen gewagt. Plätzchen sollten es werden. Dafür habe ich mir aus einem tschechischen Backbuch aus der DDR-Zeit das Rezept für Butterkekse herausgesucht, weil mir das einfach und schnell gemacht schien. 500 Gramm Mehl waren vorgeschrieben. Davon habe ich nur 300 Gramm in das Maß gegeben und den Rest mit den gemahlenen Erdmandeln aufgefüllt. Die anderen Zutaten sind den passionierten Bäcker(innen) zweifellos bekannt.

Der mit Backpulver angerichtete Teig ließ sich gut kneten, und schon bald konnte ich ihn ausrollen. Als Plätzchenform habe ich den Stern gewählt. Und dann ging's los. Die Teigfläche dehnte sich aus und wurde größer und größer. Ich stellte fest, Platz zum Ausrollen war nur für die Hälfte des Teigs da. Deshalb musste ich zweimal ausrollen und nach jedem Ausstechen, die übrig gebliebenen Reste wieder kneten und noch einmal ausrollen. Das war ein einziges Stechen und Rollen. Drei Bleche brauchte ich für die Sterne.

Bei mittlerer Hitze habe ich sie gebacken. als ich sie aus der Backröhre zog, sahen sie gut aus. Aber sie schienen mir zu nackt. So habe ich eine Zuckerglasur geschmolzen, diese mit Erdmandelmehl gemischt und auf viele Sterne gestrichen. Daraufhin schienen mir all' die vielen Sterne wiederum zu blass. Deshalb habe ich Blockschokolade geschmolzen und so vielen Plätzchen wie möglich eine Schoko-Couverture verpasst. Zum Schluss war ich im doppelten Sinn fertig.

Sie schmecken wohl, glaube ich. So richtig feststellen werde ich das allerdings erst in den nächsten Tagen, denn heute Abend hatte ich partout keinen Appetit mehr auf Erdmandel-Sterne. Lach!

Da liegen sie nun auf dem großen Teller. Und es sind lange nicht alle. 

 

Erdmandelsterne-002.JPG

von anais - veröffentlicht in: Küchenrezepte - Community: Natur und Wissenschaft
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Tuesday, 6. december 2011 2 06 /12 /Dez. /2011 15:08

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Heute morgen öffne ich die Küchentür, mache drei Schritte in den Hausflur und gucke auf mein Fahrrad. Da sehe ich doch zu meiner Freude aus dem eingehängten Einkaufskorb etwas leuchten. Ich schaue hinein: "Oh! Schau an! Der Nikolaus war hier. Und ausgerechnet bei mir." Ehrlich gesagt, heute morgen habe ich gar nicht an ihn gedacht. Ich wollte mit dem Rad einkaufen fahren. So liegt also in dem Korb, der mehr an an einer Ladung frischer Waldpilze gewöhnt ist, die kleine Überraschung: ein grünes Sträußchen, ein hellgelber Strohstern, eine Tüte Plätzchen und ein Riegel Marzipan. In dem Moment kommt Gretels Eine Riesenknolle! Mama die Treppe herunter und offenbart sich nach meinen neugierigen Fragen als Chef-Nikolaus. "Die frisch gebackenen Kekse und das Sträußchen sind von uns. Der Strohstern und der Marzipanriegel von meiner Mutti und meiner Schwester." "Ach," sage ich "wie habe ich denn das verdient?" Die übliche Verlegenheitsfloskel. Ich erhalte daraufhin als als promte Antwort: "Wir freuen uns, dass Sie für uns da sind." Ich habe mich bedankt und freue mich seit heute früh wieder einmal über das gute Miteinanderleben in unserem Haus.

Allen meinen Freunden und Besuchern wünsche ich ähnliche freudige Überraschungen am heutigen Nikolaustag gehabt zu haben.

von anais - veröffentlicht in: Grüße zur Woche - Community: Geschichten, Gedanken, Gefühle
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Monday, 5. december 2011 1 05 /12 /Dez. /2011 09:00

Als Geleit für die neue Woche und weit darüber hinaus in das neue Jahr heute ein Denkanstoß für die Lychener Stadtväter aus der neuesten Ausgabe der "Neuen Lychener Zeitung", falls diese das Blatt noch nicht gelesen haben. Für eine bürgernahe Wirtschaftsweise so mancher kommunalen Verwaltung könnte der Hinweis gleich unbürokratisch eingerahmt über den Schreibtisch gehängt werden. Ich hoffe, der Denkanstoß findet Gefallen. Siehe dazu auch Existenzbedrohendes Projekt

 

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von anais - veröffentlicht in: Kritische Meinungen - Community: Sprechen durch Schreiben
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